(openPR) Was faszinierte Mendelssohn an Johann Sebastian Bach? Groß muss seine Faszination in der Tat gewesen sein, sonst hätte er es kaum gewagt, ein Großprojekt wie die Wiederaufführung der Matthäus-Passion durchzuführen – gegen den Zeitgeist und gegen alle sich regenden Widerstände. Dass die bezweckte „Wiederbelebung“ des Werkes gelang und seine Aufführung im Jahr 1829 eine Bach-Renaissance einläutete, gilt als eines der größten Verdienste Mendelssohns. Zugleich steht die Aufführung für die große Bedeutung Bachs für den Komponisten Mendelssohn, die sich auch in dessen eigenem Werk ausdrückt.
„Alte Wege neu entdeckt“ – dies könnte dem Konzert des Bonner Kammerchores als Motto vorangestellt werden. In seinem Konzertprogramm zum Mendelssohn-Jubiläum porträtiert er Komponisten unterschiedlicher Epochen, die den Blick auf die musikalische Vergangenheit in ihre Werke einbeziehen, aber zugleich offen sind für die Strömungen ihrer Zeit.
Wir begegnen dem Jubilar Mendelssohn (Deutsche Liturgie, Abendsegen), der seine durch und durch romantische Tonsprache mit barocker Satztechnik verbindet. Wir erleben Schönberg (Friede auf Erden) als den „Noch-Romantiker“ am Scheideweg zur Atonalität. Und wir hören, wie Nystedt (Immortal Bach) die originalen Klänge des „alten Bach“ in ein farbenreiches Klanggemälde verwandelt. Auch Bach selbst (Der Geist hilft unserer Schwachheit auf) kommt zu Wort: Er stellt sich weniger als der Techniker vor, als der er zu Lebzeiten verpönt war, denn als gewandter Klangkünstler mit einem ausgeprägten Sinn für die Erschaffung musikalischer Bildwelten.
Ergänzt wird das Programm durch Orgelwerke Johann Sebastian Bachs und Felix Mendelssohn Bartholdys, die Johannes Trümpler, Abteiorganist des Klosters Maria Laach, zu Gehör bringt.
Termine:
Sa, 10.10.09, 20 Uhr, St. Maria Magdalena, Bonn Endenich
So, 11.10.09, 17 Uhr, St. Severin, Köln
Information: www.bonner-kammerchor.de
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Über das Unternehmen
Der Chor:
Der Bonner Kammerchor ist ein gemischter A Cappella-Chor - gemischt sowohl in der Altersstruktur als auch im täglichen Leben. Musiklehrer und -studenten, Schüler, Juristen, Naturwissenschaftler und Handwerker musizieren engagiert zusammen. Kontinuität und Frische sind das Ergebnis dieser Mischung, ebenso wie hohe Qualität. Eines nämlich haben alle Sänger gemeinsam: viel Erfahrung im Chorsingen, gute stimmliche und musikalische Ausstattung, oft auch eine entsprechende Ausbildung.
Die rund 40 Sängerinnen und Sänger treffen sich einmal wöchentlich zur Probe und etwa vier Mal im Jahr zu Wochenendproben. Der technische und musikalische Anspruch des Chores misst sich an professionellen Standards. Das Repertoire umfasst A Cappella-Werke aus allen Epochen von Gregorianik bis zu Uraufführungen. Die Programmwahl eröffnet dem Hörer oft überraschende und eindringliche Hör-Erlebnisse.
Der Bonner Kammerchor ist durch Rundfunkaufnahmen, die erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben und Festivals sowie Reisen unter anderem nach Russland, Japan und Chile auch international bekannt geworden. Im Sommer 2005 wählte der Bonner Kammerchor den jungen Kölner Dirigenten Philipp Ahmann zum Nachfolger von Peter Henn, der den Chor 22 Jahre erfolgreich geleitet hat.
Der Bonner Kammerchor ist Mitglied im Verband Deutscher Konzert-Chöre (VDKC).
Der Leiter:
Philipp Ahmann, geboren 1974, studierte in Köln zunächst Schulmusik und Germanistik und erhielt ersten Dirigierunterricht bei Eberhard Metternich. Anschließend absolvierte er ein Dirigierstudium bei Marcus Creed. Weitere Impulse erhielt er durch die Arbeit mit Peter Neumann, Frieder Bernius und Robin Gritton.
Schon während seines Studiums war seine Tätigkeit als Dirigent sehr vielseitig im Hinblick auf Stilistik und musikalische Gattungen. So arbeitete er u.a. als Dirigent der Produktionen von Mozarts »Zauberflöte« und »Cosi fan tutte« an der Jungen Kammeroper Köln oder beim ChorWerk Ruhr, mit dem er u.a. Ligetis »Lux Aeterna« aufführte und »Die letzten Dinge« von Louis Spohr unter Bruno Weil für eine CD-Produktion einstudierte.
Bis Anfang 2008 leitete er das sich mit ihm gegründete Bonner Vokalensemble. Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter des Bonner Kammerchores und der Kartäuserkantorei Köln. Gleichzeitig arbeitete er von Ende 2003 bis zum März 2008 als Lehrbeauftragter für Chorleitung an der Musikhochschule Köln weiter eng mit Marcus Creed zusammen.
Seit der Spielzeit 2005/06 ist Ahmann auch bei den Rundfunkchören des SWR, WDR und NDR zu Gast, wo er neben eigenen A-cappella-Produktionen u.a. für Dirigenten wie Heinz Holliger, Jukka-Pekka Saraste, Semyon Bychkow, Gerd Albrecht und Rafael Frühbeck de Burgos Einstudierungen von Werken wie Strawinskys »Les Noces«, Verdis »Othello«, Debussys »Le martyre de Saint Sébastien« oder Mendelssohns »Lauda Sion« einstudiert hat.
Ab der Saison 2008/09 ist Philipp Ahmann neuer Chordirektor des NDR Chores in Hamburg.