(openPR) Die älteste deutsche Schwebefähre in Osten-Hemmoor feiert am 1. Oktober 2009 ihren 100. Geburtstag.
An diesem Tag verleiht die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit der Ingenieurkammer Niedersachsen diesem besonderen Ingenieurbauwerk den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst Deutschland“. In einem Festakt mit vielen Gästen unter anderem aus Landespolitik und Wirtschaft werden Dr.-Ing. Jens Karstedt, Präsident der Bundesingenieurkammer, und Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Ingenieurkammer Niedersachsen, die Ehrentafel an die Vertreter des Landkreises Cuxhaven und des Fördervereins zum Erhalt der Schwebefähre überreichen.
Ort: Festzelt auf dem Fährplatz in 21756 Osten
Datum: Donnerstag, 1. Oktober 2009
Zeit: 11.00 bis 13.00 Uhr
Die Schwebefähre – ein seltenes Juwel:
Acht Schwebefähren sind weltweit von ehemals 20 Stück erhalten geblieben.
Diese Raritäten, die eigentlich den Namen „Hängefähre“ verdient hätten, scheinen über das Wasser zu schweben - und hängen dabei an Seilen oder starren Trägern, die sie oberhalb des Wassers von einer Seite auf die andere ziehen. Völlig unabhängig von Wasserstand und Witterung gleiten sie sogar über zugefrorene Flüsse.
Als Verkehrsmittel haben Schwebefähren schon lange ausgedient. Aufwendige Bauweisen und Unrentabilität waren Gründe für die seltene Erbauung dieser interessanten Ingenieurleistung.
Die letzten erhaltenen Schwebefähren sind Zeugen längst vergangener Tage. Sie dokumentieren als Historisches Wahrzeichen einen kurzen Zeitraum an der Schwelle zur Moderne.
Die vielfältige Wertschätzung zeigt sich in den Gründungen von Vereinen und Freundeskreisen, den Ehrenvorsitz des Weltverbandes der Schwebefähren hat der spanische König Juan Carlos I. übernommen. Seit 2006 ist die Schwebefähre in Bilbao Weltkulturerbe und es gibt Bestrebungen, alle verbliebenen Schwebefähren in diesen Status mit einzubeziehen.
Die Auszeichnung „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ehrt die bedeutendsten historischen Ingenieurbauwerke unseres Landes. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bewahrt die Bundesingenieurkammer die Arbeit von Ingenieuren davor, in Vergessenheit zu geraten.
Zusätzlich möchten die Kammern kommende Generationen darin bestärken, mit Mut und Kreativität außergewöhnliche Leistungen zu erbringen.










