(openPR) 60 000 Besuchern haben die Organisatoren der Geburtstagsfeiern zum 100. Geburtstag der Ostener Schwebefähre am ersten Oktober-Wochenende erwartet – und bereits zur Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 1. Oktober 2009, waren die Freunde der Schwebefähre zahlreich erschienen.
Im Mittelpunkt der zweistündigen Feier stand die Verleihung des Titels „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ der Bundesingenieurkammer und der Ingenieurkammer Niedersachsen.
Vor vielen geladenen Gästen, unter ihnen die Staatssekretärin des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Dr. Christine Hawighorst, überreichten Bundeskammerpräsident Dr.-Ing. Jens Karstedt und der Präsident der Niedersächsischen Ingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, dem Landrat des Landkreises Cuxhaven, Kai-Uwe Bielefeld, die Ehrentafel.
„Ein tolles und beeindruckendes Bauwerk haben Sie hier an der Oste“, lobte Jens Karstedt die Niedersachsen. Er zeigte sich beeindruckt über die Sorgfalt und Liebe, mit der sich Anwohner und politische Entscheidungsträger in den vergangenen Jahren für den Erhalt dieser Rarität eingesetzt haben. „Die Schwebefähre hat eine Identitätsstiftende Wirkung für die ganze Region. Das ist selten bei Ingenieurbauwerken, die oft nur als Zweckbauten verstanden werden.“
Mit der Auszeichnung ehrt die Bundesingenieurkammer seit 2007 die Werke früherer Ingenieur-Generationen. „Wir wollen damit auch nachfolgende Generationen bestärken, mit Mut und Kreativität außergewöhnliche Leistung zu erbringen“, so Karstedt.
Auch Länderkammerpräsident Kammeyer unterstrich in seiner Rede die Besonderheit der Schwebefähre: „Das Bauwerk steht hier seit 100 Jahren sehr solide und verrichtet nach wie vor seinen Dienst. Ich hoffe, dass sie nun auch als Sinnbild des Ingenieurberufes in die Betrachtungen eingehen wird.“ Er erinnerte daran, dass Ingenieure auch eine große Verantwortung gegenüber der Menschheit haben. „Ihren Visionen, ihren Berechnungen und ihrer Bauausführung ist es zu verdanken, dass wir heute vor gelungenen Ergebnissen stehen.“ Technik birgt aber auch Gefahren. „Umso wichtiger ist es, dass wir verantwortungsvoll und besonnen mit dieser Gabe umgehen.“










