(openPR) Im neuesten Weltbank Doing Business Report 2010, der am 9. September 2009 veröffentlicht wurde, konnte sich Taiwan um 15 Plätze, auf Platz 46 verbessern. Es ist über einen Zeitraum von drei Jahren das erste Mal, dass es Taiwan auf einen Platz im ersten Viertel des Reports geschafft hat. Der Report der Weltbank erfasst das Geschäftsklima in 183 Länder und bewertet sie nach 10 Indikatoren .
“Viele internationale Unternehmen und ausländische Investoren legen großen Wert auf den Business Report der Weltbank und nutzen ihn als Maßstab, wenn sie einen neuen Standort im Ausland suchen“, erkärt Hu Chung-ying, Staatssekretär im taiwanesischen Rat für wirtschaftliche Planung und Entwicklung.
Die 10 Kriterien, nach denen das Ranking von der Weltbank vorgenommen wird sind wie folgt: Bedingungen bei Unternehmensgründung; Umgang mit Baugenehmigungen; Beschäftigungsindikator; Eintragung von Eigentum; Kreditvergabe; Investorenschutz; Steuerzahlung; Grenzüberschreitender Handel; Einhaltung von Verträgen; Schließung eines Unternehmens.
Taiwans verbessertes Gesamtranking ist laut Experten darauf zurück zu führen, dass Taiwan in der Kategorie “Unternehmensgründung“, sich um 90 Plätze auf Rang 29 verbessern konnte. Denn den größten Fortschritt machte Taiwan bei der Vereinfachung einer Geschäftsgründung, Hintergrund sind die Aufhebungen sämtlicher Mindestkapitaleinlagen, die im April im Gesellschaftsrecht vorgenommen worden sind und die Zeitersparnis: Nur noch sechs Schritte sind anstelle den früheren neun für eine Gründung notwendig, dadurch verkürzt sich der Zeitraum vom ersten Verwaltungsakt bis zur Unternehmenseröffnung von 42 auf 23 Tage.
Auch bei dem Indikator “Steuerzahlung“ konnte sich Taiwan von Rang 102 auf Platz 92 verbessern. Die Steuerreformen, wie die Möglichkeit für Unternehmer die Mehrwertsteuer per E-payment zu entrichten, die Verringerung der Zahlungen für mittelständische Unternehmen von 23 auf 18 sowie die Vereinfachung der Steuererklärungen für Geschäftsleute, die nunmehr nur noch 281 Stunden in Anspruch nehmen soll, haben wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen.
Am schlechtesten schied Taiwan bei der Kategorie „Beschäftigungsindikator“ ab, wo es auf Platz 153 landete. Eine Tatsache die Gewerkschaften eher als positiv bewerten würden, da nach Meinung von Arbeitnehmervertretern, bei einem ungünstigen Ranking in dieser Kategorie, in der Regel die Arbeitbedingungen für die Angestellten und Arbeiter vorteilhaft sind.



