(openPR) Auf den ersten Blick scheint es nur Positives im Affiliate Marketing zu geben: Extreme Umsatzsteigerung für Unternehmen und hohe Provisionen für die publizierenden Partner. Gewinne auf beiden Seiten, ohne viel Aufwand. Doch der Teufel steckt im Detail: Oft bemerken Unternehmen viel zu spät, dass diese Art von Werbung dem Image auch schaden kann.
Das englische Wort „affiliate“ bedeutet auf Deutsch „verbinden“ oder „zusammenschließen“. Viele Unternehmen nutzen mittlerweile Affiliate Marketing, um ihre Produkte oder Dienstleistungen im Internet breiter zu vermarkten.
Das Prinzip ist einfach: Ein Anbieter, beispielsweise ein Online-Shop oder eine Fluggesellschaft verteilt seine Werbemittel an möglichst viele verschiedene Internetseiten und bekommt so eine Verlinkung auf die eigene Webpräsenz.
Kommt ein Benutzer über eine dieser „Partnerseiten“ auf die beworbene Seite und schließt dort einen Vertrag ab, kauft ein Produkt oder bucht einen Flug, erhält die Partnerseite dafür eine vorher festgelegte Provision.
Inzwischen gibt es eine Vielzahl so genannter „Affiliate-Netzwerke“, in denen Advertiser (werbende Unternehmen) ihre Werbemittel bereitstellen können. Betreiber von Internetseiten bewerben sich dort und haben so die Möglichkeit, als Publisher (Partnerseite) zu fungieren. Eine Tracking-Software misst nun, wer wie viele Kunden wohin geleitet hat, ob es zu Vertragsabschlüssen, Käufen oder Buchungen gekommen ist und zahlt dann regelmäßig die Provisionen an die Betreiber der Partnerseiten aus. Wer es schlau anstellt, verdient damit sehr viel
Geld – ohne großen Aufwand. Und für die Unternehmen ist es ebenfalls ein äußerst lukratives Geschäft, denn sie müssen nicht viel mehr tun als Werbemittel bereitstellen und auf neue Kunden warten.
Ein großes Problem dagegen ist die Seriosität einiger Partnerseiten. Die an den Netzwerken teilnehmenden Unternehmen können nur schwierig überwachen, wer ihre Werbemittel auf welchen Internetseiten platziert. Zwar gibt es für die Publisher teils strenge Auflagen und Voraussetzungen, jedoch findet man bereits nach kurzer Recherche im Internet Werbung namhafter Unternehmen auf teils sehr fragwürdigen Internetseiten. So beispielsweise das Partnerprogramm des Internet-Versandhauses Amazon auf der rechtsradikalen NPD-Webseite „Nationales Netztagebuch“, das jedoch seitens Amazon wieder gekündigt wurde.
Um diese Rufschädigung zu vermeiden oder rückwirkend zu korrigieren, beauftragen heute viele Unternehmen Marketing Agenturen damit, für sie das Affiliate Marketing zu übernehmen und eigene Netzwerke zu betreiben. Durch Direktkooperationen können Werbemittel gezielter an reichweitenstarke Publisher mit einer potentiellen Zielgruppe übergeben und zudem noch regelmäßig überprüft und angepasst werden. Auch die Marketing-Agentur Trendomedia aus Dortmund hat das Konzept aufgegriffen und vermittelt nun zwischen Unternehmen und Betreibern von Webseiten, die optimal zueinander passen. „Qualität statt Quantität ist unsere Devise“, erläutert Geschäftsführer Saban Dasgin. „Wir bringen zusammen, was zusammen gehört und das mit Erfolg“, wie er weiter ausführt.
Gemessen an den Umsatzzahlen der jungen Agentur geht das Konzept auf: Täglich können neue Kunden akquiriert werden, die mehr Wert auf gezielte Partnersuche legen als auf Blind Dates mit Jedermann.









