(openPR) Tricking beschreibt eine junge Trendsportart, die seit einigen Jahren Youtube und Co überflutet, wie auch schon Parkour und Freerunning zuvor. Tricking ist ein Mix aus turnerischer Akrobatik, Capoeira, Breakdance, verschiedenen (asiatischen) Kampfkünsten und XMA (Xtreme Martial Arts), kurz eine Mischung aus den unterschiedlichsten Akrobatikstilen.
Einer der sein Fach auf höchstem Niveau beherrscht ist Markus Schultz aus Hennef bei Köln. Der 18jährige Gewinner von The Big Trick national (dem größten Szeneevent Anm. des Autors) erzählt bescheiden von seinem Werdegang vom “Turner” zum “Tricker”: “Mit 6 habe ich mit Turnen angefangen, habe mir damit sicherlich eine sehr gute Basis für die Zukunft geschaffen. Doch irgendwann machte mir das vorgegebene Training, die Regeln und Konventionen keine Spaß mehr. Mir fehlte die Kreativität, die Möglichkeit, meinen eigenen Style zu entwickeln.” Und genau das fand Markus im Tricking: “Im Sommer 2006 habe ich das erste Video eines Trickers bei Youtube gesehen. Ich bin sofort raus in den Garten und habe versucht, das gesehene nachzumachen” Zunächst mit mäßigem Erfolg - den Markus fehlte das Wissen um die Besonderheiten, die den meisten Trickingmoves zugrunde liegen. Weg von den klassischen Bewegungen des traditionellen Turnens schafft das Tricking grundlegend neue Bewegungskreationen durch Abwandlungen der bekannten Bewegungsabläufe. Doch Schultz ließ nicht locker: er wollte diese “abgefahrenen Moves” lernen, wie er weiter schildert: “Ich habe dann im Internet recherchiert, habe die Plattform Move Artistic gefunden. Dort fand ich genau das, wonach ich gesucht hatte - die Möglichkeit, selbst an neuen Bewegungen zu arbeiten und dabei Tips und Tricks von Profis zu erhalten.”
Jeden Sonntag pilgerte Markus nach Bergisch Gladbach zur Free Move Session von Move Artistic, drei Stunden lang konnte er dort ohne die Konventionen und starren Regeln des Turnens mit anderen Trickern gemeinsam trainieren, Erfahrungen austauschen und seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. “Die Kreativität ist für mich das Reizvollste am Tricking. Nicht lediglich einen Move - so spektakulär er auch sein mag - zu machen, sondern Kombinationen von Bewegungen (sog. Combos Anm. des Autors) zu schaffen, die alle anderen beeindrucken, die so noch nicht da gewesen sind.”
Letzeres schaffte Markus bei The Big Trick national im April 2009. Das größte Szeneevent im Kölner Move Artistic Dome war für ihn die Gelegenheit, sich selbst mit den besten des Landes zu messen, für ihn selbst herauszufinden, wie gut er wirklich ist. “Ich bin ohne Erwartungen ins Rennen gegangen, hätte nicht wirklich geglaubt es bis an die Spitze zu schaffen, oder gar The BiG Trick national zu gewinnen” Doch Schultz gewann das Crossover-Battle und qualifizierte sich damit für The BiG Trick international im kommenden Frühjahr.
Mit dem Sieg bei The BiG Trick national folgte auch eine beachtliche Medienpräsenz des sympathischen Gymnasiasten: die Frankfurter Rundschau, sowie EinsPlus luden Markus “Fresh” (so sein Tricker-Spitzname) als Interviewpartner ein. Pro7 gar kreierte die gesamte Berichterstattung zum Thema Tricking um Schultz Person.
Auf die Frage, wo er sich und seinen Sport in der Zukunft sieht antwortet Markus ohne Zögern: “Ich glaube der Sport Tricking steht gerade erst am Anfang. Doch jeder kann es lernen. Tricking macht in erster Linie Spaß und solange der im Vordergrund steht ist der persönlichen Entwicklung als Tricker nichts im Wege.”
Er denkt kurz nach: ”Ich liebe es, neue Combos, ja völlig neue Moves zu schaffen, zu denen andere sagen “das ist doch gar nicht möglich!”. Ich motiviere auch jeden, sich über Foren, z.B. 24h-Trickster oder über Move Artistic zum Thema zu informieren. Denn Tips aus der Szene und von qualifizierten Coaches sind am Anfang total wichtig. Auch findet man dort geeignete Trainingslocations. Jeder kann Tricking lernen und wer mit Spaß bei der Sache ist, kann alles erreichen!”













