(openPR) Der deutsche Geothermiemarkt wächst: Intensivseminar in München deckt den zunehmenden Informationsbedarf
In den vergangenen Monaten ist für eine Vielzahl von Geothermieprojekten der Startschuss gefallen. Die Realisierung geothermischer Anlagen ist allerdings komplex, immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Ein neu konzipiertes dreitägiges Seminar zur Entwicklung von Geothermieprojekten vom 20.-22.Oktober im Haus der Technik München soll helfen, den zunehmenden Informationsbedarf zu decken und die Qualität der Projekte weiter zu verbessern.
Das Interesse an der Nutzung tiefengeothermischer Energie in Deutschland wächst: Allein in den vergangenen Monaten wurden eine Reihe von Projekten insbesondere in Bayern gestartet, weiter geführt oder abgeschlossen. So wurde beispielsweise das Geothermieprojekt in Unterföhring in der geplanten Zeit umgesetzt. In Pullach wird auf Grund der guten Erfahrungen aus dem ersten Projekt die bestehende Anlage um eine dritte Bohrung erweitert. Stromprojekte werden unter anderem in Dürrnhaar, Sauerlach, Grünwald und Kirchstockach umgesetzt; geplant und bereits weit fortgeschritten sind unter anderem Projekte in Utting, Bernried, Königsdorf und Geretsried.
Die geplante Erweiterung des Geothermieprojekts in Pullach zeigt: Die Wärmeversorgung mit Geothermie stellt insbesondere für Kommunen eine attraktive Möglichkeit dar, neue Wege in der Energieversorgung einzuschlagen. Doch die Realisierung eines geothermischen Kraftwerks ist ein komplexes, interdisziplinäres Unterfangen. Bei bisherigen Projekten kam es vor allem bei Bohrungen in Tiefen von über 3.000 Metern durch technische Probleme zu zeitlichen Verzögerungen.
Dem wachsenden Informationsbedarf wird mit dem erstmals stattfindenden Intensivseminar „Entwicklung von Tiefengeothermie-Projekten“ Rechnung getragen. Nicht zuletzt deshalb, weil der gesamte Prozess der Projektentwicklung im Rahmen einer einzigen Veranstaltung fundiert erläutert und diskutiert werden kann. Klar gegliedert in drei Projektphasen informieren 20 Branchenexperten über die wichtigen Arbeitsschritte und Vorbereitungen im Vorfeld einer Bohrung, über die Herausforderungen bei der untertägigen Erschließung und der obertägigen Installation des Kraftwerks und Wärmenetzes. Der Fokus der Veranstaltung liegt unter anderem auf der Frage, inwiefern neue Methoden in der Projektentwicklung, wie die erstmals in der Molasse für das Projekt in Utting durchgeführte 3-D-Seimik, zur Risikominimierung beitragen. Weitere Schwerpunkte sind der eigentliche Bohrprozess sowie die Auswahl der Kraftwerkstechnik. Impulsvorträge und eine Podiumsdiskussion zur Finanzierung von Geothermieprojekten sowie Exkursionen zu Projektstandorten wie beispielsweise Unterhaching, runden das Veranstaltungsprogramm ab. Den gesellschaftlichen Rahmen bildet ein Get-together am Abend des ersten Veranstaltungstages.
Das Intensivseminar richtet sich insbesondere an Energieversorgungsunternehmen, Ingenieurbüros, Planer und Projektentwickler sowie an Vertreter von Kommunalverwaltungen, Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmern aus den Bereichen Energie und Technik.
Veranstaltet wird das Seminar vom Haus der Technik – Zweigstelle München in Zusammenarbeit mit der Agentur Enerchange und unterstützt durch den Bundesverband Geothermie (GtV-BV).
Details und Anmeldung finden Sie unter:
http://www.hdt-essen.de/htd/veranstaltungen/W-H130-10-051-9.html













