(openPR) Im August geht die zweite Earnings Season des Jahres zu Ende. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Rückblicks hat das Gros der amerikanischen Unternehmen berichtet und in ca. 2/3 der Fälle, waren die Ergebnisse besser als erwartet. Einschränkend sollte gesagt werden, dass zum einen die Erwartungen an die Quartalszahlen und die Ausblicke nicht sonderlich hoch waren und zum anderen, dass durch gelockerte Bilanzierungsregeln das gesamte Bild ein wenig verfälscht wird.
Ebenfalls besser als erwartet waren einige Wirtschaftsdaten die mittlerweile - zumindest - auf ein Ende des Absturzes hindeuten. Hier gilt ebenfalls das vorher gesagte, das Niveau auf dem wir uns gegenwärtig befinden ist sehr niedrig und besser als erwartete Nachrichten zeigen vorerst nur ein Abschwächen des Abschwungs.
Nach dem Motto: Was für Deutschland gut ist, kann für die USA auch nicht schlecht sein. Die amerikanische Variante der Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ scheint sich ebenfalls zu bewähren, eine weitere Aufstockung des Programms um $ 2 Mrd. wurde vom Kongress genehmigt.
Ebenfalls besser als erwartete Daten kamen aus Deutschland und Frankreich. Das Bruttoinlandsprodukt der beiden größten europäischen Volkswirtschaften wuchs im abgelaufenen 2. Quartal um +0,3%. Überraschend positive Nachrichten kamen am Dienstag aus Deutschland. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gab bekannt, dass sich die Konjunkturerwartungen im August für Deutschland deutlich verbessert haben. Sie stiegen um 16,6 Punkte auf nun 56,1 Punkte im Vergleich zu 39,5 Punkten im Vormonat. Es hat den Anschein, dass die meisten Investoren mittlerweile davon ausgehen, dass wir uns in einer Übergangsphase von Rezession zu Aufschwung befinden.
Beflügelt durch Äußerungen wie diese: „...economic activity is leveling out ...“ aus dem Statement zur Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve am Mittwoch, den 12. August. Oder: „I am pretty sure we´ ve seen the bottom“, so der ehemalige Fedchef, Alan Greenspan in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC. Und nicht zu vergessen: „The global economy is now beginning to emerge from its worst crisis in generations, but the downturn might have been much worse if central banks hadn’t acted so forcefully last fall,“ sagte der Federal Reserve Chairman Ben Bernanke am Freitag, den 21. August.
Diese Worte müssen natürlich vor dem Hintergrund seiner auslaufenden Amtszeit und damit einhergehenden Wiederwahl (mittlerweile deutet einiges daraufhin) Bernankes im Januar 2010 gesehen werden. Trotzdem haben sie, gepaart mit besser als erwarteten Daten vom Immobilienmarkt, den S&P 500 Index auf den höchsten Stand seit 10 Monaten gehoben.
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