openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Botsuanischer Regierungsbeamter gesteht - Buschleute wegen Diamanten vertrieben

18.08.200914:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Ein hohes Mitglied der Regierung Botsuanas räumt in einem aktuell veröffentlichten Buch ein, dass die Kalahari Buschleute von ihrem Land vertrieben wurden, um den Weg für Diamantminen frei zu machen.

Der Beamte, der 2002 als die Buschleute aus dem Central Kalahari Game Reservat vertrieben wurden, ein hochrangiges Mitglied der Regierung war, sagte dem amerikanischen Autor James G. Workmen:

“Ich habe die Pläne und Entwürfe gesehen. Bitte nennen Sie nicht meinen Namen, sonst bekomme ich große Probleme. Aber natürlich hängt das Verbot der Wassernutzung mit Diamanten zusammen. Alles hat mit Diamanten zu tun.”

Die Regierung Botsuanas verschloss das für die Buschleute lebenswichtige Bohrloch, als sie die Buschleute zur Räumung des Central Kalahari Game Reserve zwangen und vernichtete die vorhandenen Wasservorräte. Es wurde von offizieller Seite wiederholt abgestritten, dass die Diamantvorkommen des Reservates hinter den Vertreibungen standen. Survival International und andere hatten lange angenommen, dass dies der wahre Grund sei.

Der Bau der geplanten Diamantmine auf dem Land der Buschleute war Anfang des Jahres wegen der weltweiten Wirtschaftskrise verschoben worden. Die Schürfrechte für das Diamantvorkommen in dem Reservat gehörte ursprünglich dem Unternehmen De Beers. Kurz nach dem Entscheid des Obersten Gerichtshofes in Botsuana von 2006, der besagte, dass die Vertreibung der Buschleute rechtswidrig war, verkaufte das Unternehmen die Diamantmine an Gem Diamonds.

2007 schätzte Gem Diamonds den Wert des Vorkommens auf 2,2 Millarden US Dollar und bekundete seine Absicht, die Mine so bald wie möglich zu eröffnen.

Viele Buschleute sind nach ihrem Sieg beim Obersten Gerichtshof in das Central Kalahari Reservat zurückgekehrt. Da die Regierung ihnen jedoch weiterhin den Zugang zu Wasser verbietet, streben die Buschleute ein erneutes Gerichtsverfahren an, um sich dieses Recht zu sichern.

Das Buch “Heart of Dryness” beschreibt die Kampagne der Regierung Botsuanas, die Buschleute zu vertreiben, indem sie Wasser als Waffe verwendet.

Um mehr über das Buch zu erfahren oder ein Exemplar zu kaufen besuchen Sie www.heartofdryness.com


Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survival-international.de/nachrichten/4876
Für mehr Informationen und Bildmaterial, oder für die Verwendung des angehängten Bildes, kontaktieren Sie bitte Miriam Ross (auf Englisch):
Tel.: (+44) (0) 20 7687 8734
E-Mail E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 340704
 100

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Botsuanischer Regierungsbeamter gesteht - Buschleute wegen Diamanten vertrieben“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Survival International Deutschland e.V.

Bild: Indigene im Amazonas-Regenwald vereinigt gegen kanadischen ÖlkonzernBild: Indigene im Amazonas-Regenwald vereinigt gegen kanadischen Ölkonzern
Indigene im Amazonas-Regenwald vereinigt gegen kanadischen Ölkonzern
Indigene aus dem Amazonas-Regenwald in Peru und Brasilien haben sich zusammengetan, um ein kanadisches Öl-Unternehmen davon abzuhalten, ihr Land zu zerstören und das Leben unkontaktierter Völker zu bedrohen. Hunderte Matsés-Indianer haben sich letzten Samstag an der Grenze zwischen Peru und Brasilien versammelt und ihre Regierungen aufgefordert, Erkundungen zu stoppen, da die Bauarbeiten ihre Heimat im Wald zerstören würden. Der Ölkonzern Pacific Rubiales, mit Hauptsitz in Kanada, hat bereits begonnen, in Perus “Block 135” nach Öl zu suchen…
Bild: Gericht verpasst Chance, ‘Menschensafaris’ endgültig zu stoppenBild: Gericht verpasst Chance, ‘Menschensafaris’ endgültig zu stoppen
Gericht verpasst Chance, ‘Menschensafaris’ endgültig zu stoppen
Das Oberste Gericht Indiens soll gegen die Aufrechterhaltung eines “provisorischen Beschlusses” vom Januar entschieden haben, mit dem es “Menschensafaris” auf den Andamanen-Inseln untersagt hatte. Dies ist ein tragischer Rückschlag für die Kampagne gegen die kontroversen Touristentouren durch das Gebiet der indigenen Jarawa. Der Beschluss vom Januar hatte die Anzahl von Fahrzeugen, die durch das Schutzgebiet der Jarawa fahren, um zwei Drittel reduziert. Zuvor waren täglich Hunderte Touristen entlang der illegalen Andaman Trunk Road unterwegs…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Proteste bei internationaler Tourismusmesse in MadridBild: Proteste bei internationaler Tourismusmesse in Madrid
Proteste bei internationaler Tourismusmesse in Madrid
… Menschenrechtsorganisation Survival International begrüßt, die einen Boykott von Reisen nach Botswana fordern. Die Demonstranten lehnen die Behandlung der Gana und Gwi „Buschleute“ durch die Regierung Botswanas ab. Sie protestierten neben dem Stand von Botswanas Tourismusorganisation. Mit Schildern forderten sie „Botswanas Tourismus boykottieren“ und …
Botswana - Buschleute verurteilen afrikanischen Milliardär Mo Ibrahim
Botswana - Buschleute verurteilen afrikanischen Milliardär Mo Ibrahim
Die Kalahari Buschleute, die von der Regierung unter Botswanas ehemaligem Präsidenten, Festus Mogae, von ihrem Land vertrieben wurden, verurteilen den afrikanischen Milliardär Mo Ibrahim und seine Stiftung dafür, dass sie ihren Preis für „Achievement In African Leadership“ an Mogae vergeben. Die festliche Verleihung des Preises findet am Samstag, den …
Bild: Recht auf Wasser: Buschleute vor Berufungsverfahren „fest entschlossen“Bild: Recht auf Wasser: Buschleute vor Berufungsverfahren „fest entschlossen“
Recht auf Wasser: Buschleute vor Berufungsverfahren „fest entschlossen“
Am 17. Januar beginnt vor Botswanas Berufungsgericht eine Anhörung im Fall der Gana und Gwi Buschleute, bei welcher ihr Recht auf den Zugang zu Wasser auf ihrem angestammten Land in der Kalahari verhandelt wird. Die Buschleute, die nach einem vorherigen Erfolg vor Gericht auf ihr Land im Central Kalahari Game Reserve zurückkehrten, sind gegen ein Urteil …
Botswana - Regierung bewilligt Diamanten-Mine auf dem Land der Buschleute
Botswana - Regierung bewilligt Diamanten-Mine auf dem Land der Buschleute
Botswana: Regierung bewilligt Diamanten-Mine auf dem Land der Buschleute Die Botswanische Regierung hat den Bau einer umstrittenen Diamanten-Mine auf dem Land der Kalahari Buschleute bewilligt. Die Vorraussetzung hierfür war, dass die Bergbaugesellschaft Gem Diamonds, die Buschleute nicht mit Wasser versorgt. Die Regierung behält sich hingegen das Recht …
BOTSWANA - VATIKAN BAUT BEZIEHUNGEN ZU BOTSWANA AUF – BUSCHLEUTE APPELLIEREN AN DEN PAPST
BOTSWANA - VATIKAN BAUT BEZIEHUNGEN ZU BOTSWANA AUF – BUSCHLEUTE APPELLIEREN AN DEN PAPST
Die Buschleute der Kalahari Wüste haben an den Papst appelliert, ihnen bei ihrem Kampf wieder auf ihr Land zurückkehren zu dürfen, zu helfen, da der Vatikan seit Anfang dieses Monats diplomatische Beziehungen zu Botswana aufbaut. Ein Sprecher der Buschleute sagte heute: „Wir flehen den Papst an uns zu helfen und für uns zu beten, so dass die Regierung …
Survival appelliert an Naomi Campbell keine Graff Diamanten mehr zu tragenS
Survival appelliert an Naomi Campbell keine Graff Diamanten mehr zu tragenS
… Adressaten sind Victoria Beckham, Naomi Campbell und Elizabeth Hurley. Survival fordert den Diamantenhändler Graff Diamonds auf, sich aus einem umstrittenen Diamantenprojekt im Land der Kalahari Buschleute in Botswana zurück zu ziehen. Graffs Branchenrivale De Beers zog sich bereits aus dem Kalahari-Reservat zurück, nachdem die Models Iman und Lily Cole sich …
Botswana - De Beers zurück im Central Kalahari Game Reserve - Survival International startet erneute Kampagne
Botswana - De Beers zurück im Central Kalahari Game Reserve - Survival International startet erneute Kampagne
Aufgedeckt: De Beers Diamantensucher arbeiten im Reservat der Buschleute in Botswana Survival International startet erneut eine Kampagne gegen De Beers, nachdem entdeckt wurde, dass das Unternehmen in das Central Kalahari Game Reserve (Wildreservat) in Botswana zurückgekehrt ist. Das neue Programm zum Abschürfen von Diamanten wird die Zukunft der Buschleute …
Bild: Oberstes Gericht verweigert Buschleuten in Botswana Zugang zu WasserBild: Oberstes Gericht verweigert Buschleuten in Botswana Zugang zu Wasser
Oberstes Gericht verweigert Buschleuten in Botswana Zugang zu Wasser
Empörung begleitete das heutige Urteil des Obersten Gerichtshofs Botswanas, in dem das Gericht den Kalahari Buschleuten den Zugang zu Wasser verweigerte. Der Richter entschied, dass die Buschleute kein Recht darauf haben ein Wasserbohrloch zu nutzen, welches ihre einzige Wasserquelle im Central Kalahari Game Reserve, einer der trockensten Regionen der …
Buschleute und Survival erzwingen De Beers Rückzug aus dem Kalahari-Reservat
Buschleute und Survival erzwingen De Beers Rückzug aus dem Kalahari-Reservat
Unter dem Druck von Survival International hat De Beers bekannt gegeben, dass es seine Aktivitäten auf dem Land der Kalahari-Buschleute in Botswana eingestellt hat. Die befragten Bewohner des Reservats, einschließlich der Buschleute, hatten sich nicht mit De Beers Plan einverstanden erklärt, nahe einer Buschleutegemeinschaft nach Diamanten zu schürfen. Erst …
Bild: Prominente unterstützen Boykott gegen Botswanas DiamantenBild: Prominente unterstützen Boykott gegen Botswanas Diamanten
Prominente unterstützen Boykott gegen Botswanas Diamanten
Survival International ruft morgen zu einem Boykott von Diamanten aus Botswana auf, um gegen den Umgang der Regierung mit den Gana und Gwi Buschleuten zu protestieren. Die Menschenrechtsorganisation für indigene Völker hat auch zum Boykott gegen Tourismus in Botswana aufgerufen. Der Diamantenboykott wird morgen mit einem Protest und einer Briefabgabe …
Sie lesen gerade: Botsuanischer Regierungsbeamter gesteht - Buschleute wegen Diamanten vertrieben