openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Klimaschützende Mangrovenwälder sind stark bedroht

07.08.200916:40 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Radolfzell, 23. Juli 2009: Weltweit gehen die Mangrovenwälder dramatisch zurück. Da die dichten Mangrovengürtel wie Wellenbrecher wirken und so die Bewohner der Küstenregionen vor Flutkatastrophen schützen, kann diese negative Entwicklung verheerende Auswirkungen haben. Darüber hinaus binden diese einzigartigen Küstenwälder große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid und bieten durch ihr dichtes Blätterdach und die meterhohen Luftwurzeln zahlreichen Fischarten und anderen Tieren eine ideale Kinderstube. „In den letzten 100 Jahren wurden fast 50 Prozent der Mangrovenwälder zerstört“, so Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund (GNF). „Sie werden als illegale Müllkippen missbraucht oder in Ölpalm- und Bananenplantagen umgewandelt“.


Vor diesem Hintergrund hat der Global Nature Fund im Jahr 2005, dem Jahr nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien, in enger Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung ein Projekt zum Schutz dieser wertvollen Lebensräume gestartet. Die Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit zwei Partnerorganisationen in Sri Lanka, Nagenahiru und EMACE, umgesetzt. Dabei standen zunächst drei vom Tsunami betroffene Gebiete in Sri Lanka im Vordergrund, die Regionen Maduganga und Madampe sowie der Bolgoda See. Lal Emmanuel, Präsident der Nagenahiru Stiftung, ist stolz, dass auf diesem Wege bereits mehr als 50 Hektar Fläche mit über 100.000 Mangrovenpflanzen aufgeforstet werden konnten.
In den vergangenen Jahren wurden die Aktivitäten in Sri Lanka mit über 700.000 Euro von der Europäischen Union gefördert. Weitere Zuschüsse stammen von der Serendib Stiftung und der Stiftung Ursula Merz. Jetzt geht der erfolgreiche Mangrovenschutz in die nächste Phase. Drei weitere Seenregionen in Sri Lanka kommen hinzu, dort werden ebenfalls Baumschulen eingerichtet und Mangrovenwälder wieder aufgeforstet. Davon profitieren auch die Menschen: Rinde, Früchte und Blätter der Mangroven enthalten wichtige Substanzen für die traditionelle Medizin und können dadurch auch die finanzielle Zukunft der Menschen vor Ort sichern.
Eine gute Nachricht ist, dass weiterführende Aktivitäten durch Unterstützung des Schweizer Unternehmens Sika, der Stiftung Ursula Merz und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie (WISIONS) möglich werden. Die erfolgreichen Maßnahmen sollen auch in andere Länder übertragen werden. Ein erstes Projekt startet der GNF derzeit mit seinem indischen Partner CReNIEO am Pulicat See in Südostindien. Es gibt aber noch viel zu tun. Das langfristige Ziel der Living Lakes-Initiative ist die Gründung einer weltweiten Mangroven-Allianz, um so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Hintergrundinformationen: Neben Korallenriffen und tropischen Regenwäldern zählen Mangrovenwälder zu den produktivsten, aber auch den am stärksten bedrohten Ökosystemen der Erde. Weltweit gibt es etwa 15 Millionen Hektar Mangrovenwälder die einzigartige Lebensräume für zahlreiche Tier-, Vogel- und Fischarten bilden, aber auch die Lebensgrundlage für viele Menschen in tropischen Küstengebieten. Der englischsprachige Dokumentarfilm „Rebuilding a Lost Paradise“ beschreibt die erfolgreiche Arbeit im Living Lakes-Projekt. Eine Kurzversion des Films sowie weitere Informationen zu den Projekten in Sri Lanka finden Sie im Internet unter www.globalnature.org/sri-lanka/, die kostenlose DVD kann gegen Portorückerstattung beim GNF angefordert werden.
Das Projekt kann durch steuerlich absetzbare Spenden unterstützt werden: GLS-Gemeinschaftsbank, Konto: 8040 41 6000, BLZ 430 609 67, Stichwort: Mangrovenschutz.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 337460
 218

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Klimaschützende Mangrovenwälder sind stark bedroht“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Global Nature Fund

Bild: Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) ernennt Fúquene See in Kolumbien zum „Bedrohten See des Jahres 2011“
Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) ernennt Fúquene See in Kolumbien zum „Bedrohten See des Jahres 2011“
Nirgends auf der Welt ist die Artendichte bei Pflanzen, Reptilien und Amphibien höher als in Kolumbien. Bis vor achtzig Jahren war die Laguna de Fúquene der größte See in Kolumbien und wichtiger Lebensraum für viele heimische Arten. Heute sind von den ehemals 10.000 Hektar nur noch etwa 3.000 Hektar See übrig. Die flache Lagune wurde ausgetrocknet oder mit Land aufgefüllt, um Flächen für Landwirtschaft und Viehzucht zu gewinnen. Gleichzeitig überwuchern eingeführte Pflanzen den See und ersticken ihn. Radolfzell / Bogotá, 02.02.2011. Bei Kolu…
Atitlán-See in Guatemala ist „Bedrohter See des Jahres 2009“
Atitlán-See in Guatemala ist „Bedrohter See des Jahres 2009“
Der Schein trügt. Die malerische Kulisse des Vulkansees im Südwesten Guatemalas kann nicht mehr über die gravierenden Umweltbelastungen hinwegtäuschen, die durch ungereinigte Abwässer, wilde Müllhalden und Chemikalieneintrag aus der Landwirtschaft hervorgerufen werden. Ein Algenteppich zeigt nun deutlich die Folgen des unzureichenden Wassermana-gements. Radolfzell, am 19.03.2009: Die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) wird im Rahmen des 5. Welt-Wasser-Forums in Istanbul den in Guatemala liegenden Atitlán-See zum „Bedrohten See des Jahre…

Das könnte Sie auch interessieren:

SEASTRONG: Uni Bremen und das ZMT koordinieren internationales Forschungsprojekt in drei Weltmeeren
SEASTRONG: Uni Bremen und das ZMT koordinieren internationales Forschungsprojekt in drei Weltmeeren
„Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Korallenriffe gehören zu den wertvollsten und zugleich am stärksten bedrohten Küstenökosystemen der Erde. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Arten, schützen Küsten vor Wellen und Erosion, speichern Kohlenstoff und tragen zur Lebensgrundlage vieler Menschen bei“, erläutert Meeresökologe Professor Christian Wild von …
Bild: Die Kraft natürlicher Klimaschützer – und ihre Grenzen
Die Kraft natürlicher Klimaschützer – und ihre Grenzen
… Krabbenhöhlen, wenn der Wasserspiegel schmatzend sinkt. Die Rufe der Vögel und Affen und ja, auch der hüfttiefe Schlamm, die vielen, vielen Mücken, die feuchte Hitze – „Mangrovenwälder sind eine Wildnis, die einem alles abverlangt“, sagt Zimmer. „Es mag pathetisch klingen, aber für mich ist es wohltuend und bereichernd, dort unterwegs zu sein."In den …
Bild: Mangroven Wiederaufforstung: Yuu’n Mee lebt Nachhaltigkeit
Mangroven Wiederaufforstung: Yuu’n Mee lebt Nachhaltigkeit
… eine umweltschonende Alternative zum Wildfang, sondern vor allem zu herkömmlichen Methoden der Garnelenzucht in Küstennähe und der damit meist verbundenen Abholzung der Mangrovenwälder. Yuu’n Mee beschreitet seit dem Markteintritt 2005 kontinuierlich sowohl innovative als auch nachhaltige Wege im Seafood-Bereich und brachte als erstes Unternehmen in …
Bild: Nach Paris: Was kann die Bauwirtschaft zum Klimaschutz beitragen?
Nach Paris: Was kann die Bauwirtschaft zum Klimaschutz beitragen?
Die Vereinbarungen des Abkommens bleiben vage. Wer sich als einzelner Bauherr oder Immobilien-Investor aktiv engagieren möchte, sollte auf eine klimaschützende Bauweise achten. Beim Paris-Abkommen haben sich am vergangenen Wochenende alle 195 Staaten sowie die EU auf gemeinsame Ziele gegen die Klimaerwärmung geeinigt. Die Bewertung des Vertrags fällt …
Bild: Deutschlandpremiere: Mangrovenexperten der Weltnaturschutzunion (IUCN) tagen am ZMT in Bremen
Deutschlandpremiere: Mangrovenexperten der Weltnaturschutzunion (IUCN) tagen am ZMT in Bremen
… Treffen findet seit 2013 einmal im Jahr an wechselnden Orten statt und kommt jetzt auf Initiative des ZMT erstmals nach Deutschland in die Hansestadt Bremen. ---Mangrovenwälder gedeihen in unwirtlich erscheinenden Lebensräumen. Die 70 bis 80 verschiedenen Mangrovenarten, die es weltweit gibt, wachsen in der Gezeitenzone oder an Flussmündungen und können …
Bild: Klimaschutz per Computer - Hausbau-Unternehmen führt CO2-Gebäudeausweis ein
Klimaschutz per Computer - Hausbau-Unternehmen führt CO2-Gebäudeausweis ein
… entwickeltes CO2-Berechnungsprogramm bringt Transparenz „Nachhaltigkeit braucht Transparenz“, so die Unternehmensleiterin des erfolgreichen Bayerischen Holzhausunternehmens Baufritz. Im Sinne des Klimaschutzes sollten klimaschützende Gebäude in Zukunft ihren Wert steigern können. Um die tatsächlichen CO2-Werte eines Gebäudes zu berechnen setzt das Unternehmen …
Bild: transcada mit Plan: Wir unterstützen die Camote-InselnBild: transcada mit Plan: Wir unterstützen die Camote-Inseln
transcada mit Plan: Wir unterstützen die Camote-Inseln
… 2010 – Die Übersetzungsagentur transcada unterstützt die Kinderhilfsorganisation Plan Deutschland mit einer neuen Aktion. Gefördert wird aktuell die Erhaltung der Mangrovenwälder auf den Camote-Inseln, Philippinen. Plan ist eine internationale Kinderhilfsorganisation, die in Entwicklungsländern arbeitet und sich für Kinderrechte stark macht. Mit jedem …
Keine Klima schützenden Ersatzhandlungen
Keine Klima schützenden Ersatzhandlungen
… Entwicklungs- und Schwellenländer eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion. Aufgrund eines so zu erwartenden und in der Vergangenheit bereits bewiesenen Nachahmeffektes müssen klimaschützende Technologien dort eingesetzt werden, wo es angesichts ihrer Quantität am dringlichsten ist, Emissionen zu vermeiden. Alles andere wäre unglaubwürdig und global …
Bild: Guatemalas Südküste - unentdecktes Naturparadies am Pazifik
Guatemalas Südküste - unentdecktes Naturparadies am Pazifik
Wilde Strände, Mangrovenwälder und artenreiche Tierwelt locken Individualisten Schwarz gefärbter Lava-Sand, an vielen Orten noch bis dicht an die Küste mit Palmenhainen bewachsen, einzelne, schilfgedeckte Strandhütten fügen sich malerisch ins Landschaftsbild ein und warten verschlafen auf ihre Entdeckung – unberührt und wild-romantisch zeigt sich die …
Vorträge zur Energieeffizienz als Berufsfeld und klimaschützende Kapitalanlage an der FH Frankfurt
Vorträge zur Energieeffizienz als Berufsfeld und klimaschützende Kapitalanlage an der FH Frankfurt
Aus acht verschiedenen Blickwinkeln wird das Thema Energieeffizienz als Berufsfeld und klimaschützende Kapitalanlage am 25. November 2008 in einer Vortragsveranstaltung an der Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences (FH FFM) betrachtet. Am Anfang steht die Frage nach der Energiepreisentwicklung. Überlegungen über die Energiereserven …
Sie lesen gerade: Klimaschützende Mangrovenwälder sind stark bedroht