(openPR) Magenschutzmittel Omeprazol ab 1. August mit OTC-Status
Etwa 30 bis 40 Prozent der Deutschen leiden an Sodbrennen oder säurebedingten Magenbeschwerden – manche gelegentlich, andere sogar mehrmals in der Woche.
Bei der Behandlung von Patienten, die unter häufigerem und stärkerem Sodbrennen leiden, kommen oft sogenannte Protonenpumpeninhibitoren (kurz PPI) als ärztlich verordnete Therapie zum Einsatz. Ab dem 1. August ist der PPI-Wirkstoff Omeprazol rezeptfrei zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen erhältlich.
Dazu Stefan Vogt, Vorstandsmitglied des mevida Apothekenverbundes und Inhaber der Römer Apotheke, Kirchberg: „Mit der Zulassung von Omeprazol als frei verkäufliches, apothekenpflichtiges und somit ohne Rezept erhältliches Arzneimittel, wird dem Patienten ein inzwischen altbewährtes, wirksames Medikament zur Selbstbehandlung an die Hand gegeben. Eine Tablette wirkt bis zu 24 Stunden und bietet nachhaltige Beschwerdelinderung. Das Medikament ist in der Regel gut verträglich und wurde bei säurebedingten Magen-Darm-Erkrankungen bereits millionenfach erfolgreich angewendet.“
Die Entlassung aus der Verschreibungspflicht gilt in einer Tageshöchstdosis von 20 Milligramm, bei einer Packungsgröße von maximal 14 Tabletten. Laut Stefan Vogt macht diese Dosierung und Packungsgröße ausgesprochen Sinn: „Dieses Magen-Darm-Therapeutikum sollte allenfalls zwei Wochen im Rahmen einer Selbstmedikation angewendet werden. Ist danach noch keine Besserung eingetreten, ist es unbedingt anzuraten, einen Arzt zu konsultieren.“ Hält der Arzt eine weitere Behandlung mit dem Wirkstoff Omeprazol für unbedenklich, kann das Medikament auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Der Verzicht auf eine ärztliche Rücksprache kann allerdings schwerwiegende Folgen haben.
Deshalb, so der mevida-Vorstand, sei es unerlässlich, die Käufer darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei Omeprazol um kein „Allheilmittel“ handelt und Selbstbeobachtung an oberster Stelle steht. „Bleiben die Beschwerden trotz Behandlung länger als 14 Tage bestehen oder treten Warnsymptome wie zum Beispiel Schluckbeschwerden oder gar Blut im Stuhl, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder häufiges oder blutiges Erbrechen auf, dann sollte unverzüglich ein Arzt aufsucht werden.
Medikamente mit dem Wirkstoff Omeprazol unterscheiden sich von vielen rezeptfreien Mitteln durch einen völlig anderen Wirkungsmechanismus. Die sogenannten Antazida, die oft als Kautabletten oder Suspension angeboten werden, neutralisieren die Magensäure direkt im Magen. Omeprazol hemmt die Säureproduktion am Ursprungsort, also der säureproduzierenden Zelle im Magen. Anders als bei den sofort wirksamen Antazida tritt bei Omeprazol die Beschwerdelinderung verzögert ein, hat aber eine Wirkdauer von bis zu 24 Stunden. Denn das Medikament wirkt systemisch. Das heißt, es muss zunächst in die Blutbahn gelangen, um seine Wirkung zu entfalten, und sollte deswegen unbedingt vor dem Essen eingenommen werden.
Der rezeptfreie Wirkstoff Omeprazol wird ab dem 1. August von einer Vielzahl von Herstellern angeboten: Bayer Vital bringt es unter der Marke Antra®, Hexal als „Omep Akut“ auf den Markt. Weitere Pharmahersteller wie Boehringer Ingelheim, ratiopharm und andere werden ebenfalls mit vergleichbaren Medikamenten in den OTC-Bereich gehen.









