(openPR) Max Weber stellte 1919 das Postulat auf, dass "eine wirklich gute journalistische Leistung mindestens so viel 'Geist' beansprucht wie beispielsweise irgendeine Gelehrtenleistung". Hinter jeder guten journalistischen oder wissenschaftlichen Leistung stehen Personen, die diese erbringen. In den Fächern, die Journalisten akademisch ausbilden – Kommunikationswissenschaft, Publizistik oder Journalistik –, beschäftigt man sich jedoch nur ungern mit Personen.
In diesem zu Ehren Wolfgang R. Langenbuchers erschienenen Sammelband wird Journalismus als spezifische Kulturleistung verstanden. Dadurch erlangen (wieder) Personen und ihre Biografie wissenschaftliches Interesse. Was aber macht eine journalistische Persönlichkeit aus und wie ist diese konstituiert?
Die Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis erörtern in diesem Band den Stellenwert von Persönlichkeit im Journalismus, den Werkcharakter von journalistischen Leistungen sowie deren Kanonisierung. Sie unterstreichen, dass journalistische Leistungen von den täglichen Mediendienstleistungen unterschieden werden müssen – Journalismus stellt einen stabilen Eigenwert moderner Gesellschaften dar.
Die Autoren sind Thomas A. Bauer, Markus Behmer, Verena Blaum, Wolfgang Duchkowitsch, Hannes Haas, Sibylle Hamann, Klaus Harpprecht, Fritz Hausjell, Petra Herczeg, Walter Hömberg, Peter Huemer, Roman Hummel, Luc Jochimsen, Susanne Kinnebrock, Wolfgang R. Langenbucher, Edgar Lersch, Irene Neverla, Barbara Pfetsch, Horst Pöttker, Gunther Reus, Herbert Riehl-Heyse, Ulrich Saxer, Wiebke Schoon, Christian Schwarzenegger, Bernd Semrad, Klaus Siebenhaar, Margrit Sprecher, Frank Stern und Julia Wippersberg.
Titelinformation
Wolfgang Duchkowitsch / Fritz Hausjell / Horst Pöttker / Bernd Semrad (Hrsg.)
Journalistische Persönlichkeit.
Fall und Aufstieg eines Phänomens
2009, 488 S., 2 Tab., Broschur, 213 x 142 mm, dt.
ISBN 978-3-938258-82-8












