(openPR) München, 8. Juli 2009. Gemeinsam wollen Sie das Projekt "Leon Koen in München" auf den Weg bringen. Das sicherte die neu eingesetzte Generalkonsulin Nataša Raševic den beiden Kunsthistorikern und Initiatoren des Ausstellungsprojektes, Tijana Stojilikovic (Belgrad) und Dr. Martin H. Schmidt (Oberursel/Ts.) zu.
Mit der Zusicherung der Direktorinnen des Nationalmuseums und des Jüdischen Museums in Belgrad, gut die Hälfte der fünfzehn heute noch existierenden Werke von Leon Koen als Leihgabe zu erhalten, waren Stojilikovic und Schmidt nach München gereist, um weitere Partner zu finden.
Nach wie vor geht es um das malerische Werk des serbischen Künstlers Leon Koen (1859/60 - 1934), der um 1900 in München lebte und arbeitete. Dieses soll in einer Ausstellung mit ausgesuchten Werken dem Münchner Publikum vorgestellt werden. Die besondere Eigenständigkeit des jüdischen Malers, die Auseinandersetzung mit den Größen seiner Zeit und seine ungewöhnliche Bildfindungen in den Darstellungen des jüdischen Lebens verdienen eine neue Wahrnehmung durch das heutige Publikum. Die Interimszeit zwischen der Ausstellung "200 Jahre Akademie der Künste" in 2008 und der kommenden Ausstellung des Jüdischen Museums mit dem Thema "Jüdische Maler in München" (in 2012/2013) bietet einen hervorragenden Platz für das von Stojilikovic und Schmidt geplante Streiflicht auf den zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Maler Leon Koen.
Die angefragten Museum, wie das Jüdische Museum, die Villa Stuck, die Akademie der Bildenden Künste, haben weder Räumlichkeiten noch Vakanzen im eng gesteckten Zeitplan, zumal es sich um eine Ausstellung mit "nur" acht Bildwerken handelt. Auch private Galerien sehen sich aufgrund des nicht-kommerziellen Charakters der Ausstellung nicht in der Lage, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Somit ist das Ergebnis der Reise bisher ernüchternd, dennoch gibt es mehrere Hoffnungsstreifen.
Zunächst gilt es weiteres Material zur Biografie des Malers und seiner Tätigkeit in München aufzufinden. Bei den Arbeitsgesprächen in München rückte Koens Ehefrau stärker in das Bild. Josefine Šimon scheint eine wesentliche Rolle bei der Vermarktung von Koens Werken gespielt zu haben. Ohne offensichtlich selbst Kunsthändlerin zu sein, verkaufte sie die Werke ihres Mannes, vermutlich, um beider Lebensunterhalt zu sichern. Josefine Šimon trennte sie sich von ihrem Ehemann und blieb nach dessen Rückkehr in seine Heimat in München. Möglicherweise existieren doch weitere Werke von Leon Koen.
Im Oktober wird die 1970 gegründete "Ständige Kommission Serbien - Bayern" erneut zu einem Treffen zusammenkommen, das Projekt "Leon Koen in München" ist als einer der Tagesordnungspunkte vorgesehen.










