(openPR) Düsseldorf (D), Livonia (USA) – 15. Juli 2009 – TRW Automotive Holdings Corp. (NYSE: TRW) hat ein neues Radarsystem – das 24 GHz AC100 – entwickelt. Mit diesem Mittelbereichsradar stößt der Spezialist für aktive und passive Sicherheit weltweit auf großes Interesse der OEM und hat bereits Entwicklungsprogramme mit einigen Herstellern gestartet. Das System bietet Sicherheitsfeatures wie Abstands- und Kollisionswarnung, Sicherheitslösungen für Fahrten in der Stadt und Adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) mit Follow to Stop-Funktion. Die Integration mit reversiblen Rückhalte- sowie Bremssystemen und -funktionen – wie dem adaptiven Bremsassistenten oder dem Vorbefüllen der Bremsen– sind ebenfalls möglich. Das AC100 bietet annähernd die gleichen Funktionen wie das 77 GHz Radarsystem von TRW, jedoch zu wesentlich geringeren Kosten.
„Früher wurden radarbasierte Sicherheitstechnologien nur im oberen Fahrzeugsegment eingesetzt, weil damit hohe Zusatzkosten für den Endverbraucher verbunden waren. Nun haben wir unser Portfolio erweitert und können diese Sicherheitstechnologien einem wesentlich breiteren Markt zugänglich machen“, sagte Peter Lake, Executive Vice President, Sales and Business Development bei TRW.
Wichtige Marktchancen für die Radartechnologie ergeben sich nicht nur für das PKW-Segment. Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit auf den Straßen zu verbessern und will die Ausrüstung von mittleren und schweren Nutzfahrzeugen mit einem automatischen Notbremssystem sowie einer Spurverlassenswarnung ab 2013 zur Pflicht machen. Dazu können Fahrerassistenzsysteme, die Radartechnologien nutzen, einen wichtigen Beitrag leisten. „Das AC100 in Kombination mit einer vorausschauenden Kamera ist die ideale Technologie, um den zukünftigen Anforderungen der Nutzfahrzeughersteller zu entsprechen”, sagte Lake.
Wenn der 24 GHz-Radar als ACC-System eingesetzt wird, funktioniert er wie ein Tempomat, der das Auto bei einer festgelegten Geschwindigkeit hält. Nähert es sich einem langsameren Fahrzeug, bremst das System automatisch, um einen vom Fahrer eingestellten Abstand zum vorderen Auto einzuhalten (konstantes Zeitintervall). Beschleunigt das vorausfahrende Fahrzeug oder verkürzt der Fahrer den eingestellten Abstand, so beschleunigt das ACC System wieder. Die Informationen des Radarsystems werden von der Elektronik analysiert, die in das ACC-Gerät integriert ist.
„Das AC100 hat eine Detektionsreichweite von bis zu 150 Metern und ist damit auch auf Autobahnen einsetzbar. Im Gegensatz zu laserbasierten Systemen, die auf klare Sicht angewiesen sind, funktioniert die Radartechnologie auch unter schwierigeren Wetterbedingungen wie Regen, Schnee oder Nebel“, sagte Peter Austen, Direktor Fahrerassistenzsysteme bei TRW.
Die Radarsysteme von TRW werden in einer speziellen Produktionsanlage im französischen Brest hergestellt. Das Ingenieur-Team in Brest hat das neue Radarsystem in enger Kooperation mit den auf Bremsen spezialisierten TRW-Ingenieuren aus Deutschland, Großbritannien und den USA entwickelt. TRW arbeitet zurzeit außerdem an der dritten Generation seines 77 GHz-Radars. Die zweite Generation dieses Fernbereichsradars wird bereits an verschiedene PKW- und LKW-Hersteller geliefert.











