(openPR) HPL Plewka & Coll LLP, eine internationale, auf Banking und Finance spezialisierte, Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei mit Büros in Frankfurt, Düsseldorf, Luxemburg, Wien und Dubai, organisierte den 1st Frankfurt Islamic Banking & Finance Day in dem Unions International Club in Frankfurt am 10. Juli 2009.
Angesichts der Finanzklemme im deutschen Mittelstand, erschienen, neben den erwarteten Teilnehmern der Banking und Financeszene, zahlreiche Vertreter des namhaften deutschen Mittelstandes. Ziel der Veranstaltung war es nämlich mittelständische Unternehmen auf die Möglichkeit zur Beschaffung arabischen Kapitals über Shariah-konforme Finanzierungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und die entsprechenden Finanzierungsformen vorzustellen und zu erläutern.
Dr.Phillip Wackerbeck von der global tätigen Strategieberatung im mittleren Osten, Booz & Company, konnte auf Grund einer, von ihm durchgeführten, Marktstudie über das hohe Investitionsinteresse von islamischen Banken, Versicherungen und sehr vermögenden arabischen Familien an Investitionen in deutsche Unternehmen berichten. Aus seiner Sicht bieten sich für das Private Banking im mittleren Osten erhebliche Chancen. Aber auch für institutionelle Investoren aus Deutschland sollten Investitionen in islamische Finanzprodukte von großem Interesse sein.
Jon Winslade, Director European Business Development, Dow Jones Islamic Index, London, konnte nachweisen, dass Shariah-konforme Produkte an den Kapitalmärkten deutlich besser reüssierten als konventionelle Produkte.
Auch das Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, vertreten durch Rolf Schlautmann, Leiter institutionelles Banking, stellte das Interesse seines Hauses an Shariah-konformem Banking heraus. Sarah Kamal reiste von der NASDAQ Dubai an und erläuterte die Listinganforderungen von so genannten Sukuks, Unternehmensanleihen islamischen Rechts. Sie führt aus, dass Dubai der weltgrößte Kapitalmarkt für Sukuks sei und die regulatorischen Anforderungen, sowohl für das Listing von Sukuks, als auch Kapitalgesellschaften erleichtert würden, ohne internationale Qualitätsstandards zu verletzen.
Horst Bennin, Managing Director der AUDA Deutschland GmbH, einem der profiliertesten Fondsmanager in Deutschland, machte deutlich, dass Private Equity von Natur aus Shariah Compliant sei und einen enormen Aufschwung in den letzten Jahren im mittleren Osten genommen habe. Er sehe große Chancen für deutsche Unternehmen arabisches Beteiligungskapital zu bekommen.
Mit den rechtlichen und steuerlichen Fragen rund um die Unternehmensfinanzierung und die Strukturierung von islamischen Aktien und Private Equity Fonds befassten sich Dr. Kilian Bälz, Rechtsanwalt Kairo, und Harald Plewka, Rechtsanwalt und Steuerberater Frankfurt/Dubai, sowie Rechtsanwalt Nikolaus Freiherr von Verschuer, Partner der Sozietät HPL Plewka & Coll. LLP. Das Programm rundete Michael Gassner, Vertreter des Zentralrates der Muslime in Deutschland, ab und berichtete über seine Praxis der Zertifizierung von Finanzprodukten als Shariah-konform.






