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Finanzprodukte für Muslime erobern den Markt

(openPR) 1. IIR "Islamic Finance & Real Estate Forum"
am 4. und 5. November 2008 im Hotel Hessischer Hof, Frankfurt

Frankfurt, August 2008. Wenn Deutschland von der steigenden Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten profitieren will, sind Politik und Finanzwirtschaft gleichermaßen gefordert. Finanzprodukte, die dem islamischen Recht (Scharia) entsprechen, müssen anders strukturiert sein als hierzulande üblich. Dafür sind zum einen zielgruppenspezifische Konzepte erforderlich, zum anderen müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. (FAZ, 23.07.2008) "Islamic Banking, vor wenigen Jahren noch als eine marginale Randerscheinung gebrandmarkt, erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit, und dies nicht nur in der arabisch geprägten Region, sondern auch in nicht islamisch geprägten Ländern", so Zaid el-Mogaddedi, Managing Director des Institute for Islamic Banking & Finance (IFIBAF). Das globale geschätzte Potenzial für schariakonforme Finanzprodukte liegt nach IFIBAF-Angaben bei vier Billionen US-Dollar. (Kreditwesen 15/2008)

Strategien für schariakonforme Finanzprodukte
Gemeinsam mit Alberto G. Brugnoni, Präsident und Gründungsmitglied der Associazione per lo Sviluppo di Strumenti Alternativi e di Innovazione Finanziaria (ASSAIF), leitet el-Mogaddedi das 1. IIR "Islamic Finance & Real Estate Forum", das am 4. und 5. November in Frankfurt stattfindet. Mehr als 20 Wirtschaftsexperten aus Europa und Asien zeigen hier die Chancen und Risiken auf, die Islamic Finance für die Finanz- und Immobilienbranche bietet. Zu den Referenten gehören Sheikh Dr. Mohamed Ali Elgari, Professor an der saudi-arabischen King Abdul Aziz Universität, und Dr. Mohd Daud Bakar, Präsident und CEO des International Institute of Islamic Finance (IIIF) in Kuala Lumpur. Beide sind Shariah Board Members der Islamic Bank of Asia in Singapur. Das Veranstaltungsprogramm des Forums ist im Internet abrufbar unter: http://www.iir.de/islamic-finance-forum/dn.

Zum Hintergrund: Islamic Finance
Unter dem Begriff "Islamic Finance" werden Bank- und Immobilienprodukte verstanden, die den Vorschriften des islamischen Rechts entsprechen. Die islamische Ökonomie richtet sich nach der Scharia. In diesem Kodex sind alle Gebote und Verbote zusammengefasst, die die "rechtmäßige Lebensauffassung" für Muslime darstellen. (Kreditwesen 15/2008) Die Scharia verbietet Banken die Erhebung von Geldzinsen sowie Investments in bestimmte Unternehmenssektoren und Spekulationsgeschäfte. Als die größten Märkte für schariakonforme Finanzprodukte gelten der Nahe Osten, Nordafrika sowie Indonesien, Indien und Malaysia. (FAZ, 23.07.2008) Gerade asiatische Länder sind auch verstärkt Ziele von Immobilienfonds (Der Immobilien-Brief, 22.08.2008), wenngleich diese Märkte auch hohe Risiken bergen können (Der Immobilien-Brief, 25.07.2008). "Aufgrund der Erfahrungen in Indonesien oder Malaysia kann man davon ausgehen, dass schariakonforme Investments nicht nur für Muslime, sondern auch für andere Zielgruppen von Interesse sind", erklärt IFIBAF-Direktor Jalalle Chahboune. 20 Prozent der Weltbevölkerung (1,6 Milliarden Menschen) sind Muslime. In der EU leben etwa 14 Millionen Muslime, davon 3,4 Millionen in Deutschland; das sind rund 47 Prozent der Migranten in der Bundesrepublik. In 65 islamisch geprägten und westlichen Ländern gibt es 300 islamische Finanzinstitute. (Kreditwesen 15/2008) Führender Islamic Finance-Platz in Europa ist London.

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