(openPR) Als eigenständige Säule von :metabolon ist die dauerhafte Einrichtung eines außerschulischen Lernortes vorgesehen. In Anlehnung an das Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ soll bei Kindern und Jugendlichen eine Bewusstseinsbildung erreicht werden, die zum Erhalt einer intakten Umwelt auch die Ressourcenschonung durch Abfallvermeidung und Abfallverwertung beitragen kann.
Bereits vor 2000 Jahren formulierte der griechische Historiker Plutarch: „Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss!“.
Das Lernen vor Ort hat durch seine stärkere Handlungs- und Problemorientierung eine besondere Bedeutung für den Lern- und Unterrichtsprozess. Kinder und Jugendliche sind wissbegierig und aufnahmefähig für interessante Aktivitäten, Ideen und Informationen, die sie schnell verstehen und praktisch umsetzen können. In diesem Alter können daher nachhaltige Grundlagen im Bezug auf das Wissen und die Sensibilität für einen schonenden Umgang mit der Umwelt gelegt werden. Kinder und Jugendliche sind darüber hinaus wichtige Multiplikatoren in ihrem schulischen und heimischen Umfeld.
Lernen vor Ort eröffnet Lernchancen wie z.B.:
- Lebensnähe und „Öffnung von Unterricht“
- erlebnis- und erfahrungsorientiertes Lernen
- entdeckendes und forschendes Lernen
- selbständiges Fragen
- Lernen mit allen Sinnen
Gemeinsam mit dem Institut für Natursport und Ökologie (INÖK) an der Deutschen Sporthochschule Köln wurden Bewegungsangebote für die neuen Lernstationen geplant und in diesem Jahr getestet. Als weitere Kooperationspartner konnte der BAV das Institut für Didaktik der Biologie die Uni Frankfurt sowie die Pädagogische Hochschule Heidelberg gewinnen. An beiden Standorten hat die Entwicklung außerschulischer Lernkonzepte eine langjährige Tradition.
Die Einbindung des außerschulischen Lernens in den Unterrichtsprozess erfordert eine sorgfältige Vorbereitung auf das Lernen vor Ort, eine zielgerichtete Planung und Organisation der Aktivitäten am Lernort und eine entsprechende Nachbereitung. In dieser Hinsicht wurden mit drei Schulen Kooperationsvereinbarungen geschlossen und zwar der Spohie-Scholl Realschule in Nümbrecht, der Janusz-Korczak Realschule in Morsbach und der Friedrich-Goetze Hauptschule in Burscheid.
Neue Lernstationen zu den Themen Vergärung und Kompostierung von Bioabfällen, Kompostanwendung, Abfallvermeidung und umweltschonendes Recycling, in Kombination mit sportlichen Bewegungsangeboten, wurden auf der Leppe mit mehreren Klassen aus Grundschulen und der Sekundarstufe I von März bis Juni erfolgreich getestet. Die parallele Evaluation der Schülermeinung zu den dargebotenen Lern- und Sportangeboten durch die Deutsche Sporthochschule Köln bestätigte mit ihren sehr positiven Rückmeldungen den eingeschlagenen Kurs.








