(openPR) Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Ruhr University Research School das fächerübergreifende Wissenschaftskolleg Science College. Über 120 Doktoranden der Research School diskutierten am 19. Juni mit hochrangigen internationalen Wissenschaftlern über die Chancen und Grenzen von Analyse- und Prognoseverfahren in Simulation und Modellierung.
Austausch über fachliche Grenzen hinweg
Die Gastredner betrachteten in ihren Vorträgen Simulation und Modellierung aus verschiedenen wissenschaftlichen Richtungen. Dietrich Dörner, Professor für Theoretische Psychologie an der Universität Bamberg und Leibniz-Preisträger stellte die Modellierung der menschlichen Seele in den Mittelpunkt. Alexander Hartmaier, Professor am neuen Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS) der Ruhr-Universität erläuterte den Beitrag von Simulationen für die Entwicklung von Werkstoffen. Dr. André Schneider, Leiter Zentrale Entwicklung bei der Benteler AG, betonte die große Bedeutung von Werkstoffsimulationen für die Wirtschaft. Professor Paul. W. Humphreys, Philosoph und internationaler Experte für Wissenschaftstheorie von der University of Virginia, problematisierte in seinem Vortrag die Interpretation von Simulationsergebnissen aus wissenschaftstheoretischer Sicht.
Praktische Interdisziplinarität
Die anschließenden Workshops waren im Vorfeld von Doktoranden der Research School gemeinsam mit den oben genannten sowie weiteren internationalen Gästen und Wissenschaftlern der RUB vorbereitet worden. Darin wurden verschiedene Themen erarbeitet, von den Unterschieden zwischen Experiment und Simulation bis zur besonderen Schwierigkeit die Zukunft zu simulieren und Vorhersagen zu treffen.
Sowohl die Nachwuchswissenschaflter als auch die Gastredner erlebten den fächerübergreifenden Austausch als äußerst gewinnbringend: „Das Science College 2009 hat mir wieder einmal gezeigt, dass Forscher aus den verschiedensten Fächern mit den gleichen Problemen zu tun haben. Daran wird deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen den Disziplinen ist und damit die Grundidee der Research School generell und der jährlichen Veranstaltung des Science College im Besonderen.“ so Sebastian Rasche, Doktorand der Research School und Moderator eines Workshops.
Dr. Igor Mayer, Associate Professor Public Management and Gaming an der Delft University of Technoloy, zeigte in seinem Abschlussvortrag auf, welche Möglichkeiten “Serious Gaming” als Simulationsmethode für Forschung und für komplexe Entscheidungsprozesse bietet.
Wie in jedem Jahr endete das Science College mit der Begrüßung der neuen Research School Mitglieder und der Verabschiedung der Doktoranden, die erfolgreich ihre Promotion abgeschlossen haben.







