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Heftiger Streit um die „gute“ und die „böse“ Sonne

29.06.200910:51 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Heftiger Streit um die „gute“ und die „böse“ Sonne
Die Wiederentdeckung der
Die Wiederentdeckung der "guten" Sonne und der künstlichen Besonnung

(openPR) Die Sonne, das Solarium und ihre Wirkungen für Leben und Gesundheit ist derzeit wieder ein heiß diskutiertes Thema in Politik und Wissenschaft:
Ein „Solariengesetz“ wurde im Bundstag verabschiedet, und Photobiologen aus aller Welt stritten bei ihrem Jahreskongress in Düsseldorf über UV-Strahlung von Sonne und Sonnenbänken.



Die Wiederentdeckung der „guten Sonne“

Auffällig dabei: Nach Jahren einseitiger Konzentration auf die negativen Folgen der Besonnung scheint sich auch in der wissenschaftlichen Forschung eine „Wiederentdeckung der guten Sonne“ anzubahnen. Die erstaunlichen Forschungsergebnisse über die zahllosen schützenden und heilenden Folgen des Vitamin D haben diese Trendwende bewirkt und die erschreckende Einsicht, dass weite Teile unserer Bevölkerung an einem akuten Vitamin D-Mangel leiden.

Vitamin D wird zu mehr als 90 Prozent über die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium in der Haut gebildet.

Im Interview der Kontrahenten in diesem Streit werden die Positionen deutlich:

Mehr Sonne – aber mit Verstand!

Prof. Michael Holick, lange Zeit von vielen Seiten angefeindet und bekämpft, inzwischen aber selbst von den Dermatologen respektiert und gern zitiert, bringt das Problem auf den Punkt:
“50 Prozent der Weltbevölkerung leidet unter einem Vitamin D-Mangel und wir glauben, dass das sehr ernste Gesundheitsfolgen hat, für Kinder und Erwachsen gleichermaßen“

Ursache dieser anschwellenden „Epidemie“: „Sonnenmangel! Die Menschen haben sich immer auf die Sonne verlassen, wenn es um die Vitamin D-Versorgung ging. Erst in den letzten 40 Jahren wurde von jedem Aufenthalt an der Sonne abgeraten. Das ist einer der entscheidenden Gründe für den katastrophalen Vitamin D-Mangel“

Wenn das Problem so dringlich ist, warum spielt dann Vitamin D in der ärztlichen Praxis bisher kaum eine Rolle?

Holick dazu:
„Die Leute, auch die Ärzte, denken bei Vitamin D nur an Rachitis. Die gibt es fast nicht mehr, also denken sie auch nicht mehr an Vitamin D. Sie können einfach nicht glauben, dass Vitamin D etwa 50 Prozent der Herzattacken verhindern könnte, oder 50 Prozent von Darm- oder Brustkrebs, Infektionen einschliesslich Grippe um 90 Prozent reduzieren, Diabetes 1 um 78 Prozent und so weiter“.

Auf die Frage, ob denn dann das „Sonnenlicht-Vitamin“ nicht ein guter Beitrag zur finanziellen Rettung unseres Gesundheitssystems sei, meint Holick:
„Es ist schon bemerkenswert, dass eines der für den Menschen wichtigsten Hormone von der Sonne unentgeltlich geliefert wird. Aber Sie müssen das halt auch nutzen! Das bedeutet nicht, in der Sonne zu braten. Es bedeutet lediglich, tagsüber zwischen 10 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags im Frühling und Sommer 15 Minuten an die Sonne zu gehen mit bloßen Armen und Beinen. Das reicht aus, um den Bedarf an Vitamin D zu decken.“

Wieviel Sonne braucht der Mensch?

Und im Winter, wenn die Sonne kein Vitamin D in der Haut bilden kann?

Holick: “Wir fanden heraus, dass gesunde junge und erwachsene Menschen, die einmal die Woche ins Solarium gingen, den ganzen Winter hindurch einen normalen, gesunden Vitamin D-Spiegel im Blut aufwiesen, und darüber hinaus hatten sie eine höhere Knochendichte – im Gegensatz zu einer vergleichbaren Gruppe junger und erwachsener Leuten, die nicht ins Solarium gingen.“

Bleibt die Frage: Wieviel Sonne braucht der Mensch?
“Wie bei allen Dingen im Leben, die Botschaft ist: Mäßigung! Meine Botschaft ist: Niemals einen Sonnenbrand! Nicht in der Sonne braten!“
Aber:
„Sonnen-Enthaltsamkeit geht nicht! Also sollten wir überall vernünftiges Sonnen propagieren.“

Nach der anderen, der dunklen Seite der Sonnenmedaille – Hautkrebs und vor allem das gefährliche Melanom - befragt, antwortet Prof. Holick mit Entschiedenheit:
„Es gibt keinen glaubwürdigen Beleg dafür, dass vernünftiges Sonnen in irgendeiner Weise den „schwarzen“ Hautkrebs, das Melanom, verursacht über das ohnehin übliche Maß in der Bevölkerung hinaus.“ Im Gegenteil: „Regelmäßiger Aufenthalt an der Sonne, wie in manchen Berufen, verringert das Risiko an einem Melanom zu erkranken, nicht umgekehrt!“

Die Menschen vor allem in unseren Breiten empfinden die Sonne als Freund, vor dem man sich nicht fürchten muss. Und der Wissenschaftler Holick?

„Wir wissen, moderates Sonnen mindert das Risiko tödlicher Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen, Hochdruck, Herzkrankheiten, Schlaganfall und sogar Demenz und Schizophrenie. Die Botschaft ist klar: Das Sonnenlicht ist unser Freund – aber nur, wenn wir es mit Vernunft nutzen.“

Skeptiker warnen vor der „bösen“ Sonne

Dr. Greinert, Hamburger Biophysiker und Mitglied in vielen Strahlenschutz-Gremien argumentiert dagegen mit den immer angebrachten wissenschaftlichen Zweifeln an wissenschaftlichen Ergebnissen:
„Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn sich herausstellt, dass Vitamin D eine solche krebsverhindernde Wirkung hat. Die Tatsache, dass wir in vielen Organen an vielen Zellenoberflächen den Vitamin D-Rezeptor finden, ist in der Tat ein Hinweis darauf, dass Vitamin D3 eine viel größere Rolle spielen kann als nur für den Knochenaufbau. Aber da muss noch viel Wasser den Rhein herunterfließen, bevor wir damit belastbar nach außen gehen.“

Und wehrt sich gegen den Vorwurf der Einseitigkeit:
„Wir haben nicht gesagt, die Leute sollen noch weniger in die Sonne gehen, sondern wir sagen, geh nur so oft in die Sonne, dass Du alles, was Du für Deinen Körper brauchst, erzielen kannst.“

Wer sonnt lebt länger?

Prof. Johan Moan, UV-Forscher von der Universität Oslo und Physiker von Ausbildung, nimmt in mancher Hinsicht eine noch deutlichere Position ein als sein Kollege Prof. Holick. Seine Studien belegen, dass – kurz gesagt – die Sonne das Leben verlängert und dass Solarien eine gute Quelle für Vitamin D darstellen:
„Wir habe herausgefunden, dass ein Vitamin D-Mangel zusammenhängt mit dem Krebsrisiko bei 13 der verbreitetsten Krebsarten. Also in der Tat, Vitamin D-Mangel ist ein wesentlicher Risikofaktor für Krebs.“

Und zur Frage, ob Sonnenbänke ein Teil des Problems oder eher ein Teil der Lösung seien:
„Ordentlich genutzte Sonnenbänke sind vor allem im Winter eine absolut gute Sache. Das Beste für den Körper wäre eine gleichmäßige Versorgung mit Vitamin D durch das gesamte Jahr. Richtig genutzte Sonnbänke wären gut geeignet, genau das zu erreichen“. In anderen Worten: Im Winter helfen Sonnenbänke nachweislich dabei, einen angemessenen Vitamin D-Spiegel zu erhalten.

Auch Prof. Moans Rat an das Publikum lautet: Mehr Sonne, egal aus welcher Quelle, in einer vernünftigen Dosierung!

An die Redaktionen:
Die Video-Pressemeldung mit den Original-Ausschnitten aus den Interviews können sie hier herunterladen:
http://www.photomed.de/fileadmin/download/video/die_sonne_im_brennpunkt_hi.wmv
DVDs der vollständigen Interviews mit den Professoren Michael F. Holick, Johan Moan und Jörg Spitz sowie mit Dr. Rüdiger Greinert schicken wir Ihnen gern auf Anfrage zu.
Weiterführende Materialien zu den hier angesprochenen Themen finden Sie in der „virtuellen Pressestelle“ des Photomed-Verbands unter: http://www.photomed.de/photomed_presse.html
Tagesaktuelle News zu Sonne, Besonnung und Solarien mit Quellennachweisen unter
http://photomed.wordpress.com

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