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"Energiemix der Zukunft wird entscheidend sein" - Hochrangige Experten diskutieren beim Wirtschaftsrat

24.06.200916:47 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Stuttgart. An der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung wird weltweit und somit auch in Deutschland zumindest vorläufig kein Weg vorbei führen. Demnach wird sie aus Sicht der Energiewirtschaft und Energietechnik auch nicht als so genannte Brückentechnologie bewertet, wie dies aus Sicht der Politik allzu gerne formuliert und eingeschätzt wird. Auf diesen Nenner lässt sich eine Diskussionsveranstaltung des Landesverbandes Baden-Württemberg des Wirtschaftsrates zum Thema "Wirtschaftlich. Sicher. Ökologisch. Der Energiemix der Zukunft." am Montag, 22. Juni 2009, in den neuen Stuttgarter Räumlichkeiten der EnBW in Stuttgart- Fasanenhof zusammenfassen.



Erkennbar wurde ferner, dass der richtige Weg für eine optimale Ausrichtung des Energiemixes der Zukunft noch nicht gefunden wurde. Deshalb müssen die F + E- Anstrengungen weiter verstärkt werden, aber gleichzeitig die notwendigen Schwerpunkte gesetzt werden, soll der Industriestandort Deutschland künftig nicht gefährdet werden. Denn vieles ist technisch machbar, aber eben wirtschaftlich nicht sinnvoll. Für den Standort Deutschland und sein politisches Umfeld wird es somit auf eine wünschenswerte Verlängerung der Restlaufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke hinauslaufen. Neubauten sind eher unwahrscheinlich.

Gastgeber des Diskussionsabends, EnBW - Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis, stellte heraus, dass sich der Energiemix der Zukunft in erster Linie den Kriterien Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit stellen müsse. Dabei dürfe man nicht übersehen, dass trotz Energieeinsparung und einer Erhöhung der Energieeffizienz der Stromverbrauch in Europa und damit auch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werde. Bleibe es beim Kernenergieausstieg, der Abschaltung der alten Kohlekraftwerke und gleichzeitig der unveränderten Förderung der erneuerbaren Energien, so müssten wir in Deutschland um das Jahr 2030 mit einer Energielücke bei der Stromerzeugung von mindestens 11.700 MW rechnen. Damit zwinge der immer noch gültige Atomausstieg, so Villis, zu schnellen Entscheidungen über die Zusammensetzung des Energiemixes der nächsten Jahrzehnte.

Unter Leitung von Moderator Knut Bauer (SWR 4) diskutierten auf dem Podium neben dem EnBW -Chef: Landesumweltministerin Tanja Gönner, Andreas Jung MdB, Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Prof. Dr.- Ing. Alfred Voß, Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart.
Die Umweltministerin unterstrich, dass die Landesregierung unverändert zu ihrem Energiekonzept stehe und damit auch zu den bestehenden Kernkraftwerken im Lande und deren Laufzeitverlängerungen. Dies werde auch Bestandteil des CDU-Wahlprogramms sein. Kernkraftwerksneubauten seien hingegen kein aktuelles Thema.

Prof. Voß bezeichnete den Energiemix Baden-Württembergs als den richtigen Weg. Gleichzeitig mahnte er aber ein schlüssiges Konzept für den Bund an. Ferner sind seiner Meinung nach die Strompreise in Deutschland am oberen Ende der europäischen Preisskala. Auf EU-Ebene seien die Strompreise immerhin im Schnitt 40-50 % niedriger als in Deutschland.

MdB Andreas Jung setzte sich für eine möglichst ideologiefreie Diskussion der Energiepolitik ein. Man könne nicht gleichzeitig gegen alles sein, wie zum Beispiel Kernkraft, Kohle und Wasserkraft. Da dem Klimaschutz inzwischen ein hoher Stellenwert zukomme, könne man nicht die sicheren Kernkraftwerke abschalten und stattdessen neue Kohlekraftwerke bauen. Unverzichtbar sei jedoch die Lösung der Endlagerproblematik, was kritisch, aber ebenso sachlich angegangen werden sollte.

Abschließend wurde deutlich, dass die unterschiedlichen Energieformen keine Gegensätze bilden dürfen, sondern sich vielmehr sinnvoll ergänzen und ideologiefrei nebeneinander stehen müssen. Nur durch einen breiten ausgewogenen und technologieoffenen Energiemix könne die Unabhängigkeit von einzelnen Energieträgern gestärkt, der Strombedarf in Deutschland kostengünstig gedeckt sowie die ambitionierten Klimaziele erreicht werden.

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