(openPR) Rhein-Main-Neckar-Region einer der wichtigsten IT-Cluster weltweit - IT-Cluster Dresden schließt zu den Großen auf - Hightech-Cluster wichtige Elemente strategischer Wirtschaftspolitik - Software-Patente und Zugang zu Risikokapital gelten als Wachstumstreiber
Darmstadt, 22. Juni 2009: Das IT-Cluster Rhein-Main Neckar agiert auf Augenhöhe mit dem Silicon Valley. Das ergab eine Studie der TU Darmstadt, die heute in Frankfurt gemeinsam mit der Software AG und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vorgestellt wurde. Demnach sind im Rhein-Main-Neckar-Gebiet ca. 8.000 IT-Unternehmen ansässig, im Silicon Valley dagegen nur ca. 7.500. weltweit. Auch die Region Dresden, ebenfalls bekannt als „Silicon Saxony“, zählt mit rund 1.200 Unternehmen im internationalen Vergleich bereits zur ersten Riege der IT-Cluster.
Bei der Anzahl der Arbeitsplätze und des Gesamtumsatzes liegt Silicon Valley aber weiterhin vorn: Über 500.000 Beschäftigte erwirtschaften einen Gesamtumsatz von ca. 180 Milliarden Euro. In Rhein-Main-Neckar sind es gerade mal ein Fünftel an Beschäftigen die ein Viertel des Umsatzes des Silicon Valleys erwirtschaften. Im Vergleich dazu kommt die Region Dresden, die als jüngstes der analysierten IT-Cluster ihren Schwerpunkt in der Halbleiterindustrie hat, mit 45.000 Beschäftigten auf einen Jahresumsatz von 6 Milliarden Euro.
Nach der Studie der Forscher der TU Darmstadt sind Cluster eines der wichtigsten Instrumente einer strategischen Wirtschafts- und Wachstumspolitik. Sie kennzeichnen danach Regionen, in denen die enge Zusammenarbeit zwischen einer Branche, Wissenschaft und Politik zu messbaren Wettbewerbsvorteilen führt. Die Förderung von Clustern gilt in der wissenschaftlichen Debatte als wichtiger Teil moderner Wirtschaftspolitik. Beispiele wie Silicon Valley oder Bangalore zeigen, dass gerade in der IT-Industrie international führende Standorte durch Cluster entstehen. Beide Cluster sind nach Aussagen der Forscher Referenzmodelle.
Die Experten der TU Darmstadt haben erstmalig weltweit führende IKT-Cluster (Silicon Valley, Bangalore, Oulu, Dresden und Rhein-Main-Neckar) untersucht und langfristige Erfolgs- und Wachstumsfaktoren analysiert. Als kritische Erfolgsfaktoren für die Entstehung von Clustern gelten demnach: langfristige Unternehmensansiedlungen, der Erfolg von Leitunternehmen, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte sowie eine hinreichende Dichte von technischen Hochschulen. Darüber hinaus wurden sieben Wachstumskriterien (u.a. Bereitstellung von Gründungskapital und Patentrecht) identifiziert, die die unterschiedlichen Entwicklungen der Cluster erklären helfen. Demnach gilt das Silicon Valley als Referenzmodell erfolgreicher Clusteraktivitäten. Das Cluster selbst wird nach Aussage der Forscher damit zum Standortvorteil: Metabranchen – beispielsweise Kapitalgeber oder Logistikdienstleister – siedeln sich an und die Dynamik der Neu- und Ausgründungen erreicht ihren Höhepunkt.
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG: „Beispiele wie Silicon Valley oder Bangalore, aber auch Rhein-Main-Neckar zeigen, dass gerade in der IT- und Softwareindustrie international führende Unternehmen in Clustern entstehen. Der Konsolidierungsprozess im Softwaremarkt ist im vollen Gange. Cluster und Allianzen bieten einen Lösungsansatz um die europäische Softwareindustrie zu stärken. Das Software- und IT-Cluster ist damit unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik in Deutschland und der Europäischen Union.“
Die Studie der TU Darmstadt ist abzurufen unter http://www.softwareag.com/de/Press/Press_Services/information/default.asp








