(openPR) Edelmetallreport 19.06.09 - Wie in den letzten Edelmetallreporten mehrfach erwähnt bleibt die Überwindung der 1.000 US Dollar-Marke pro Unze für Gold derzeit ein schwieriges Unterfangen. Technisch sind die Widerstände bei 960 und 988 US Dollar bisher nachhaltig unüberwindbar und die Unterstützung bei 930 wesentlich. Trotz nach wie vor hoher Nachfrage seitens der Investoren ist ein Kursrückschlag bis auf 850 US Dollar (und tiefer) die Unze sicher nicht ausgeschlossen. Maßgeblicher Kursmacher ist hier das Währungspaar EURO zu US Dollar bzw. die Schwäche des letzteren. Das Long (Kauf-Szenario) bei Gold wären also die Kursmarken 960, 980, 1.010, 1.040 und dann 1.200 US Dollar die Unze und das Short (Verkauf-Szenario) 920, 900, 870 und 800 US Dollar die Unze. Große Gold-Investments würden wir von der Richtungsentscheidung des Kurses in den oben genannten Marken abhängig machen also ein Ausbruch aus 1.000 / 1.010 und 1.040 sind bestätigte, technische Kaufsignale und ein Durchbruch unter 925 und 890 ein technisches Verkaufssignal. Strategisch hat sich aber an der grundsätzlichen Empfehlung circa zehn Prozent der Vermögenswerte in physischen, persönlich verfügbaren Edelmetallen zu halten natürlich nichts geändert. Gold-Investments sollten immer strategischer und nicht spekulativer Natur sein. Hier steht die Zahlungsfähigkeit durch unvergängliche Werte einer realen Weltwährung zur Sicherung der privaten Vermögensvorsorge im Vordergrund und kein „Rohstoff-Trade“. Darüber hinaus verschafft der Goldbesitz zumindest noch eine gewisse Anonymität und Privatsphäre da die Anschaffung mittels Bargeld von Edelmetallen bis zu 14.999 Euro noch keine Identifizierungspflicht aus dem GWG (Geldwäschegesetz) auslöst. Ab 15.000 Euro ist der Verkäufer (Edelmetallhändler) verpflichtet den Käufer zu identifizieren und sich schriftlich bestätigen zu lassen das der Anschaffungsbetrag nicht aus kriminellen Quellen stammt und der Käufer nicht im Auftrag Dritter handelt. Auch der sogenannte lose Verdacht würde eine Identifizierung oder Meldung nach GWG auslösen müssen. Banken identifizieren übrigens immer (in der Schweiz noch nicht flächendeckend bis 20.000 Schweizer Franken) und dies insbesondere wenn der Kunde Edelmetalle verkaufen möchte also die Bank der Ankäufer des Goldes ist! Einige Anfragen erreichten uns zum Begriff „Investmentgold“. Dieser ist schlichtweg Blödsinn in sich und wohl von „Edelmetallspezialisten“ ersonnen worden um Goldkäufer zu verunsichern. Wenn, dann spricht man von „Anlage-Gold“ und damit ist in den meisten Fällen der LBMA-Standard (London Bullion Market Association) gemeint welcher festlegt, dass nur Gold ab der Mindestfeinheit 995 als Anlage-Gold definiert ist und die Barren ab 1 Kilo diese Feinheit aufweisen müssen (London Good Delivery). Parallel existiert auch Dubai Good Delivery Standard welcher die selben Anforderungen aufweist aber gerade in Europa nicht den Stellenwert wie LBMA hat. Die kleineren Anlage-Barren wie 31,10 gr (eine Unze), 50 gr , 100 gr haben in aller Regel die Feinheit 999 und die bekanntesten Hersteller sind Heraeus, Umicore (ehemals Degussa) und Emirates Gold sowie P.A.M.P in der Schweiz. Um nicht Fälschungen (beliebter Begriff „Türkengold“) verkauft zu bekommen empfiehlt es sich bei großen und bekannten Edelmetallhändlern zu kaufen bei welchen die Quellen des Materials nachvollziehbar sind. Wer verunsichert ist ob er nicht bereits einer Fälschung aufgesessen ist, kann Münzen und Barren zu Kosten von 150 bis 300 Euro einer Spektrometer-Analyse unterziehen lassen um die absolute Sicherheit der Gold-Feinheit bzw. Metall-Beschaffenheit zu erhalten.













