(openPR) Schauspielerin Carmen-Maja Antoni zu Gast beim Stadtgespräch
„Sie gibt der Eva die entsprechende Mischung aus Landpomeranze und Stiftsdamenfräulein, herrisch (...), unsicher, spitzzüngig“, notierte der Theaterkritiker und -wissenschaftler Ernst Schuhmacher für die Berliner Zeitung. Anlass war die Neuinszenierung von Bertolt Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ am Berliner Ensemble. Es war der erste Auftritt von Carmen-Maja Antoni an diesem bedeutenden Theater; der Brecht-Bühne schlechthin. Noch war es nur ein Gastauftritt. Die Bühnenlaufbahn von Antoni hatte zuvor als eine der jüngsten Studentinnen an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam begonnen.
Die Würdigung ihres Auftrittes als Puntilas Tochter Eva ist mehr als vier Jahrzehnte her. Gleichwohl ist die Ausstrahlung von Antoni in ihren Bühnenrollen bis heute unverändert. Mit einem festen Vertrag ausgestattet und großer Freude fing sie schließlich ein Jahr später am Berliner Ensemble an. „Endstation Sehnsucht: BE“ heißt dann auch ein Kapitel ihrer Biografie. Und selbstverständlich geht es darin auch um ihre späteren Fernsehrollen wie z.B. mit Iris Berben in „Rosa Roth“ oder als Schwester des brandenburgischen Polizeihauptmeisters „Krause“.
Im Vorwort der interessanten und kurzweiligen Biografie „Im Leben gibt es keine Proben“ schreibt der Schriftsteller Christoph Hein: „Diese kleine große Kämpferin vermag (...) die größten Bühnen zu füllen, das Publikum zu verzaubern und zu begeistern“; recht hat er. Antoni stellt ihr Buch im Rahmen einer Lesung vor.
Nach Jörg Thadeusz ist bei den sechsundzwanzigsten Finsterwalder Stadtgesprächen die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni zu Gast im alten Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. laden wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.
Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.
Sämtliche Eintrittskarten zu der Veranstaltung mit Carmen-Maja Antoni am 07.05. waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen.













