(openPR) (Kunstausstellung Friedhelm Maria Leistner in der ZBW, Kiel, 2152 Anschläge)
Für viele Kieler ist Friedhelm Maria Leistner ein alter Bekannter. Er hält dem Blau der Ostsee und dieser Stadt, in der sein künstlerisches Schaffen vor über zehn Jahren begann die Treue. Der Herr der Tiere, wie er sich selbst gern augenzwinkernd nennt, ist ein Meister des hintersinnigen Humors. Goldgerahmt entfalten seine strahlendblauen Tierbilder eine charmante Leichtigkeit und verleiten jeden Betrachter zum verzauberten Schmunzeln. Er ist Grenzgänger zwischen den Künsten. Für die einen ist er illustrativer Künstler, für die anderen künstlerischer Illustrator. So richtig einordnen lässt er sich nicht. Das mag auch der Grund sein, wieso Leistner noch nie ein Kinderbuch mit seinen Bildern illustrierte. Jugendbücher schon, aber Kinderbücher... dafür sind einige seiner Bilder zu derb. Leistner fühlt sich allerdings sehr wohl auf dieser Metaebene. Einerseits auf der Seite des offensichtlichen Spotts, zum anderen auf der Seite der schwer greifbaren subtilen Emotion. Kühe, die auf einem Bild Kaugummi kauend auf der Weide stehen, um dann auf dem nächsten Bild an eben diesen rosafarbenen Kaugummiblasen zu entschweben. Oder Hühner, die sich mit exzentrischen Kämmen auszustechen suchen. Ein Mann, der sich am Mond erhängte. Der Maler erfindet sich immer wieder neu. Leistner: "Durch's Zeichnen wird die Welt nicht besser, aber bunter."
Zuhause in Berlin arbeitet Leistner an zwei neuen Projekten. Gerade aktuell eröffnet er im Juli eine Ausstellung mit dem Titel "Deutsche Kabarettisten". Hier hat er sehr bekannte Persönlichkeiten des Kabaretts großformatig in Öl portraitiert. Der Clou hierbei: Alle sind unscharf. Es ist das Ergebnis einer seit Jahren währenden Auseinandersetzung mit den Wahrnehmungsunschärfen des Lebens.
Ein anderes auf Nachhaltigkeit angelegtes Projekt nennt Leistner "Soziale Skulptur" (ähnlich der sozialen Plastik von Beuys). So versucht er in vielen verschiedenen Projekten quer über Berlin verteilt, Erwachsene, Kinder und Jugendliche zum eigenen Handeln anzuregen und ihre Identifikation mit Ihrer Umwelt bewusst zu festigen.
Während der Ausstellung wird Leistner leider nicht in Kiel weilen. Jedoch wird es eine begleitende virtuelle Galerie geben. Die Internetadresse kann am Ausstellungsort erfahren.
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