(openPR) Kaum zu glauben, dass zu den beiden Schweizer PROSUS-Veranstaltungen, die von der AVA fachlich organisiert wurden, am 9. und 10. Juni in Lupfing und Kirchberg nahezu 500 Personen zusammengekommen waren, um einer intensiven AVA-Fortbildung zum Thema "Fruchtbarkeit - der Erfolg ist planbar" zu folgen. Nach der Begrüßung des PROSUS-Geschäftsführers Josef Schurtenberger, übernahm der AVA-Chef E.G. Hellwig die Moderation der Fortbildungstage. Prof. Wähner ging in seinem Vortrag in die "Fruchtbarkeitsregeln" ein, um die ganze Thematik in gewisse Bahnen lenken zu können. In seinem 2. Thema beschäftigte sich Prof. Wähner mit den primiparen Sauen, um mittels gezielter und durchdachter Maßnahmen diese "empfindlichen" Tiere wieder gut in die nächste Trächtigkeit zu führen. Man muss nur wissen "wie!". Prof. Hoy zeigte auf, wie der Betriebsleiter vorgehen muss, um mittels eines so genannten Besamungsfensters absolut effektiv zu besamen. Hier gab es wertvolle Tipps und Infos, um den Ferkelindex mittels doch einfacher und verblüffender Methoden (und mittels Dokumentationen) erheblich zu verbessern. Die Eingliederung der Jungsauen, die Gestaltung von Lichtprogrammen und anderer Managementfaktoren war ein weiteres Thema des Professors aus Gießen. Jungsauen sollten in einem Alter von 5 Monaten zum Ferkelerzeuger kommen, um dann langsam bis zur Besamung (am rund 240./250. Lebenstag) in den Betrieb intergriert zu werden. Dr. Krapoth zeigte in seinem Referat auf, wie kostengünstig zu produzieren ist. Dabei setzte er sich auch kritisch mit den Ammen auseinander, die nach seinen Berechnungen die Ferkelerzeugungskosten recht hoch treiben können. Wichtig ist es, alle Zitzen der Sauen mit Ferkeln zu belegen - nur so ist letzendlich Geld zu verdienen. Hochleistungssauen sind anders (eben besser) zu füttern. Besonders kommt hier den organischen Spurenelementen eine wichtige Bedeutung zu. Der Diplomagraringenieur, Ulrich Geier, wies hier tolle Wege auf, die Leistungsfähigkeit der Tiere durch gezielte organische Spurenelementverbindungen deutlich zu verbessern. Gerade sein Unternehmen, Josera, arbeitet hier sehr intensiv in der Forschung und Praxis. Der Schweizer Tierarzt Dr. Sidler nahm Stellung zu den infektiös bedingten Fruchtbarkeitsstörungen. 70% dieser Fertilitässtörungen seien allerdings managementverursacht, so der Fachmann. Da die Schweiz PRRS-frei ist, spielt dieser Erreger keine Rolle im Geschehen. Aber PCV2 steht in der Schweiz ganz oben im Fertilitätsgeschenen, neben anderen wie z.B. Influenza, Leptospiren, Clamydien, Harnwegsinfektionen, etc. Zum Problem des Ferkelabsetzens und der Mastaufstallung gab der Fachtierarzt für Schweine und Diplomagraringenieur E.G. Hellwig (AVA-Leiter) sehr viele Fachinformationen aus seiner langjährigen tierärztlichen Erfahrung. Die Probleme lassen sich oft sehr leicht auf einen Nenner bringen: Meist ist es zu kalt und das richtige Futter fehlt. Anhand vieler Beispiele erläuterte er die Vorbeugemöglichkeiten dieser Erkrankungskomplexe.
Diese intensive (und natürlich auch anstrengende ) Art der Fachfortbildung für Tierärzte, Landwirte und Berater war eine Premiere in der Schweiz. Viele Stimmen während der Tagungen bestätigen mit sehr vielen positiven Anmerkungen dieses Konzept. Der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) hat es sehr viel Freude bereitet, mit den Schweizer Schweineproduzenten, Tierärzten und Beratern zusammenzuarbeiten. "Wir fühlen uns sehr geehrt", so AVA-Chef E.G. Hellwig, dass die Tagungen so gut ankamen. "Gerne kommen wir wieder....".
Der rund 150 Seiten starke aktuellle Tagungsband mit allen Beiträgen kann in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) (












