(openPR) Stellungnahme des BPW Germany e.V. zum Streik der Erzieherinnen
Die Business and Professional Women (BPW) Germany, Initiatorinnen des deutschen Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, unterstützen gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Forderungen der Erzieherinnen nach mehr Geld und verbesserten Arbeitsbedingungen:
„Die schlechte Bewertung von Berufen in frauendominierten Branchen ist einer der Gründe für die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland, die derzeit bei 23 Prozent liegen. Es kann nicht angehen, dass ein Automechaniker oder Müllwagenfahrer mehr Geld verdient, als eine Erzieherin, die sich um die wichtigste Zukunftsinvestition kümmert, die wir haben: unsere Kinder. Die Anforderungen an die Erzieherinnen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, die große Bedeutung der frühkindlichen Bildung ist wissenschaftlich belegt. Die Arbeit der Erzieherinnen wird jedoch nach wie vor weder angemessen bewertet noch angemessen bezahlt. Kindertagesstätten sind wichtige Orte für Bildung, Erziehung und Betreuung. Damit sie ihren Auftrag in der geforderten Qualität erfüllen können, braucht es bessere Bedingungen und gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte. Deshalb fordern wir dringend eine angemessene Entlohnung für den Beruf der Erzieherin und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Frühkindliche Bildungsarbeit muss mehr wert sein,“ so Dagmar Bischof, Präsidentin des BPW Germany.
Der BPW Germany begrüßt deshalb die öffentliche Forderung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nach einer besseren Bewertung des Berufs der Erzieherin, nach mehr Geld und Qualität für Deutschlands Kindertagesstätten und letztendlich besseren Karrierechancen für das Personal.
Um über die Ursachen von Lohnunterschieden, darunter die schlechtere Bewertung von Berufen in frauendominierten Branchen, aufzuklären und zum gesellschaftlichen Umdenken beizutragen, führte der BPW Germany gemeinsam mit Bündnispartnern aus Politik und Wirtschaft am 20. März 2009 bereits zum zweiten Mal den bundesweiten Aktionstag „Equal Pay Day“ durch. Der Termin markierte den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten mussten, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Mehr als 65.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich in diesem Jahr an 180 Aktionen in 120 Orten.











