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Patienten an die Macht

05.06.200918:32 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Patienten an die Macht
Dr. Zarmina Penner
Dr. Zarmina Penner

(openPR) Die Zukunft kann man nicht voraussagen, aber wir können deutlich mehr davon sehen, wenn wir uns einer klaren Systematik und Sprache bedienen und genauer hinschauen. Wir nutzen dafür das Eltviller Modell für Zukunftsmanagement. Damit kann man grob gesagt dreierlei bewerkstelligen: Zukunftsmärkte früh erkennen, Zukunftsstrategien erarbeiten und Zukunftskompetenz erhöhen.


Gerade dies ist im Gesundheitsmarkt notwendiger denn je. Wir haben dieses Denken auf den Gesundheitsmarkt der Zukunft angewandt und kommen unter anderem zu folgenden Schlussfolgerungen:


Die deutschen Krankenhäuser sehen sich vor besondere Herausforderungen gestellt. Sehen wir einmal von den prozessualen Ungereimtheiten, die unnötige Kosten verursachen, ab, entsteht ein Großteil der Kosten meines Erachtens durch eine unnötige Inanspruchnahme des Versorgungssystems. Krankenhäuser sind für die Betreuung und Versorgung kranker Menschen vorgesehen. Menschen, die die Schulmedizin geballt und auf hohem Niveau benötigen. Wir schätzen, dass von den heutigen Patienten nur etwa ein Drittel in diese Kategorie fällt und die Krankenanstalt tatsächlich benötigt. Die restlichen 70 Patienten wären mit einer angemessenen Betreuung vor den Toren der Krankenhäuser besser bedient. Mit einer angemessenen Betreuung meinen wir eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, eine wohlbedachte und gezielte Diagnostik und eine sanfte Therapie. Und vor allem meinen wir damit Zeit für ein gutes fortwährendes Gespräch zwischen dem befindlichkeitsgestörten Menschen und dem Heilberufler. Das Gespräch sollte auch außerhalb der akuten Episoden kontinuierlich im Sinne der Gesundheitsförderung, Prävention und Früherkennung geführt werden. So entsteht die Krankheit womöglich erst gar nicht.


Die Wirtschaftskrise wird sich auf das Krankenhaussystem in Deutschland kaum negativ auswirken. Wir können uns vorstellen, dass die Krankenhäuser durch das Versorgungsystem, das sonst als einengend und starr empfunden wird, jetzt und gerade deshalb vor der Wirtschaftkrise geschützt sind. Die Wellen der Krise werden an den Grenzen aufgehalten und nicht ins Systeminnere übertragen. Starrheit hat so gesehen auch Vorteile.

Wir sind der Meinung, dass der gut informierte Endkunde in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Gerade im Gesundheitssektor wird dieser Typus zunehmen, da die Endkunden dort oft auf sich allein gestellt sind und sich selbst helfen müssen, zum Beispiel wenn sie widersprüchliche fachliche Meinungen zu ihrer Erkrankung hören, wenn Therapieversuche wiederholt fehlschlagen oder wenn sich die Heilberufler aus Zeitmangel mit ihren Fällen nicht ausführlich befassen können und Fragen unbeantwortet bleiben. Da bedienen sich die Endkunden den virtuellen Netzwerken im Internet, fragen im Freundeskreis weiter und nutzen andere Quellen. Der Informationsstand wächst, und auch der Wunsch mit Gleichgesinnten und Betroffenen in Kontakt zu treten. Neben dem Bedarf nach maßgeschneiderten Informationen wird es einen Drang nach Einfachheit und Nachvollziehbarkeit geben. So wird der Endkunde auch immer mehr nach der für ihn nachvollziehbaren Wirkung einer Leistung Ausschau halten. Im Gesundheitssektor wird daher die Bedeutung der Ergebnisqualität wachsen, und zwar vor allem bei Selbstzahlern, die auch die Angemessenheit des Preises genau prüfen werden. Schließlich wird der Wunsch nach Selbstbestimmung und -gestaltung wachsen. Gleichzeitig soll der Dienstleister für sie mit-, vor- und nachdenken. Man erwartet ein gewisses Maß an "Handholding", um der Komplexität des Lebens ein wenig zu entfliehen, für eine kurze Zeit Verantwortung abzugeben und sich zu entspannen.


Die Selbstzahler werden unserer Meinung nach den Markt am nachhaltigsten prägen. Während heute die Patienten, genauer gesagt die Kassenpatienten, den Gesundheitsinstitutionen in Vielem ausgeliefert sind und sich deren Vorgaben beugen müssen, wird die wachsende Masse der kaufkräftigen Selbstzahler die Regeln vorgeben. So kann es gut sein, dass der Markt als Reaktion darauf die oben genannten Wünsche und Anforderungen immer mehr erfüllt. Wir gehen davon aus, dass immer mehr Leistungen zumindest zum Teil von den Patienten selbst getragen werden.

Wie macht sich ein Krankenhaus zukunftsfähig? Die bestehenden Regeln im Versorgungssystem werden weiterhin Versuche der Krankenhäuser behindern, sich anders zu verhalten und an die sich verändernden Marktanfordernisse anzupassen. Veränderungen im System vorzunehmen kann Jahrzehnte andauern. Wir könnten uns vorstellen, dass innerhalb dieser Grenzen eine zukunftsfähige Strategie trotzdem machbar wäre, wenn wir die Regeln und Grenzen in unseren Köpfen lockern würden. Dafür eignet sich Zukunftsarbeit sehr gut. Der Blick weitet sich. Wir gewinnen ein Bild von der wahrscheinlichen und überraschenden Zukunft und können die uns betreffenden Zukunftsszenarien relativ genau beschreiben. Wir lernen dabei die Zukunftsfaktoren (Trends, Technologien und Themen als Treiber zukünftiger Veränderungen) unseres Marktes kennen und einzuschätzen und wenn wir sie kontinuierlich betrachten, können wir unsere Zukunftsstrategie regelmäßig fortschreiben und aktuell halten. Wir entdecken Zukunftsmärkte, die an den Grenzen unseres Blickfelds entstehen und den oben beschriebenen Bedürfnissen der zukünftigen Patienten und Gesundheitskonsumenten entsprechen und sie gut bedienen.

Wir meinen, je weniger der Fluss des Lebens eines kranken Menschen insgesamt durch die Krankheit unterbrochen wird, desto besser. Mit anderen Worte: je länger die "Normalität" aufrechterhalten werden kann, desto besser. Und wenn die Normalität durch die oben genannten und andere Konzepte aufrecht erhalten werden kann, desto mehr fördern wir die Heilung. Neben einem wohltuenden Ambiente für die Heilung ist die Wahl des dort eingesetzten Personals entscheidend. Kein noch so schönes Ambiente kann verletzende Worte, Mangel an Respekt oder einen nicht passenden Tonfall wett machen.

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