(openPR) Fachkräftemangel in Deutschland noch immer ein Problem. / Kurzarbeit zur Weiterbildung nutzen. / Förderung durch die Bundesarbeitsagentur. / Berufsfortbildungswerk Schleswig-Holstein Süd als Berater und Umsetzer. / Nicht länger mit der Qualifizierung warten. / Für einen schnellen Aufschwung nach der Krise. /
Lübeck. Die Wirtschaftskrise wird in Deutschland im Jahr 2009 einen Konjunktureinbruch von etwa sechs Prozent verursachen und bis zu eine Million Arbeitsplätze kosten. Die Krise ist das bestimmende Thema, andere Probleme werden plötzlich vergessen. Fast unbemerkt ist die Diskussion um den Fachkräftemangel in Deutschland aus der Öffentlichkeit verschwunden. Doch dies ist kein Anlass zum Aufatmen, wie Jan-Carsten Freitag, Geschäftsstellenleiter des Berufsfortbildungswerkes (bfw) Schleswig Holstein Süd, sagt: „Dass dieser Mangel im Moment nicht zu Tage tritt, liegt nicht an der breit erfolgten Qualifizierung aller Beschäftigten, sondern an den zurückhaltenden Auftragseingängen in vielen Branchen.“ In Schleswig-Holstein und Hamburg haben nach Angaben der Arbeitsagentur derzeit 890 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt – dies ist die fünffache Anzahl im Vergleich zum Vorjahr. Allein in Schleswig-Holstein sind über 10.000 Arbeitnehmer betroffen. Das bfw rät den Kurzarbeitern, die freie Zeit für Weiterbildungen zu nutzen.
Man stelle sich nur dieses Szenario vor: Plötzlich füllen sich die Auftragsbücher, aber es fehlt an kompetenten Fachkräften. Um diesem unerfreulichen Fall vorzubeugen, sollten Betriebe gerade während der Krise an die Qualifikation ihrer Mitarbeiter denken. Das bfw Schleswig-Holstein Süd steht dabei sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern mit Rat und Tat zur Seite. So helfen die Beratungsangebote, für jeden Mitarbeiter die passende Qualifizierungsmaßnahme zu finden – in vielen Fällen kann diese auch direkt beim bfw durchgeführt werden. Über zu hohe Kosten müssen sich die Unternehmer keine allzu großen Sorgen machen: Qualifizierungslehrgänge werden während der Kurzarbeit bis zu 80 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des Konjunkturpaketes II gefördert. „Ein sehr positives Signal an die Unternehmen“, findet Freitag. Das bfw setzt im Kampf gegen die Krise und für dauerhafte Beschäftigungen auf Umschulungen sowie Fort- und Weiterbildungen. Auf diese Weise könnten viele Unternehmen aus der Wirtschaftskrise gestärkt hervorgehen: Durch besser qualifiziertes Personal kann sicher gestellt werden, dass es nach langer Zeit des Abschwungs um so schneller wieder bergauf geht.
Beim bfw Schleswig-Holstein Süd gibt es zahlreiche Weiterbildungen während der Kurzarbeit, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden können. Doch auch über die Kurzarbeiterförderung hinaus bietet das bfw verschiedene Umschulungsprogramme an: Am 29. Juni starten an den Standorten Lübeck und Geesthacht die Umschulungen zum Industriemechaniker. In Lübeck kann man sich weiterhin zum Mechatroniker, in Geesthacht zum Fluggerätmechaniker umschulen lassen. An beiden Standorten sowie in Pinneberg findet die Umschulung zum Zerspanungsmechaniker statt. Sowohl Zeit als auch Geld sind vorhanden – warum also noch warten mit der Qualifikation? Durch gezielte Weiterbildungen könnten viele Unternehmen bei anziehender Konjunktur effektiver arbeiten und werden feststellen, dass die freie Zeit Geld gebracht hat.











