(openPR) Mit seinen knappen Versen gelingt es dem in München lebenden Autor, die lyrischen Besonderheiten der Gattung umzusetzen: ästhetischer Sprachwitz durch die artistische Behandlung der Wörter, lakonische Freiheit und assoziative Mehrdeutigkeit: «...der Teufel urlaubt/nicht.» (Vierte Sure, S. 30).
Die 54 Gedichte in dem Band sind in drei Einheiten gegliedert, die durch jeweils vorgestellte Zitate aus einem Gedicht programmatisch umschrieben werden: Erotik, Religion und Reisen. Jedes Gedicht erschafft seinen eigenen sprachlichen Kosmos, die sich dann zu einem übergeordneten Gesamtgebäude fügen. So entsteht im Verlauf der Gedichte eine innere Logik getreu dem Eingangszitat des Buches von Roland Barthes: «Betrachtet meine Wörter,/ich bin Sprache.»
Die Gedichte von Nikolaus Dominik lassen nach einem ersten intuitiven Verstehen zwar «Sinndunkelheit» (Käthe Hamburger) folgen. Doch daraus ergibt sich schließlich eine spielerische Bedeutungsvielfalt. Der Frankfurter Medienwissenschaftler Prof. Jochen Kade hat das so beschrieben: «Die kurz anmutenden Lyrismen von Nikolaus Dominik entfalten Längen, deren mehrfache Enden je weiter entschwinden, je näher wir ihnen zu kommen glauben.»
DNA vom Papst
Gedichte von Nikolaus Dominik
Steinmeier Verlag Nördlingen 2009
ISBN 978-3-939777-35-9
12,80 Euro
(Weitere Informationen über den Autor: www.lyrismen.de)











