(openPR) Die Freiburger Tafel bekommt ein größeres Zuhause: Neben den Knopfhäuslezeilen in der Schwarzwaldstraße baut die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) ein neues Haus. Gemeinsam setzten Erster Bürgermeister Otto Neideck, Stadtbau-Geschäftsführer Ralf Klausmann und Fritz Kaiser, 1. Vorsitzender der Freiburger Tafel e.V., heute den ersten Spatenstich. In dem Neubau finden der neue Tafelladen und sechs Mietwohnungen ihren Platz. Die Fertigstellung ist für April 2010 geplant.
Zirka 265 Quadratmeter Fläche bietet der neue Tafelladen im Erdgeschoss – und ist damit fast doppelt so groß wie das bestehende Geschäft in der Schwarzwaldstraße 16. „Welch wichtige soziale Funktion der Tafelladen in Freiburg wahrnimmt, zeigen die Nutzerzahlen. Rund 200 Menschen mit geringerem Einkommen kaufen hier deutlich günstiger als in herkömmlichen Geschäften täglich ein“, so Erster Bürgermeister Neideck. Mit der vergrößerten Verkaufsfläche könnten nun mehr Kundinnen und Kunden bedient werden. „Dass unsere städtische Tochter FSB das neue Haus baut, ist ein Beleg dafür, dass die Stadtbau ihren sozialen Auftrag für die Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt“, so Neideck weiter.
Fritz Kaiser, 1. Vorsitzender der Tafel, ergänzt: „Die Freiburger Tafel gibt es 2009 genau zehn Jahre. Über den Neubau des Tafelladens und die Vergrößerung der Verkaufsfläche sind wir richtig glücklich, da wir somit dem großen Andrang gerecht werden können.“ Ob die Tafel Eigentümerin oder Mieterin der Gewerbefläche werden wird, ist noch nicht entschieden.
Über dem Tafelladen entstehen im Ober- und Dachgeschoss je zwei Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit rund 44 bis knapp 90 Quadratmeter Wohnfläche. Das kommunale Wohnungsunternehmen hat Anträge für Fördermittel aus dem neuen Landeswohnraumförderungsprogramm 2009 gestellt. „Wir streben eine Miete um die sechs Euro pro Quadratmeter und Monat an, und damit 2,50 Euro günstiger als der Mietspiegel ausweist“, erklärt Stadtbau-Geschäftsführer Ralf Klausmann.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf insgesamt 1,85 Millionen Euro. Über 775.000 Euro davon sind beantragte Fördermittel des Bundes und des Landes. Die Stadt Freiburg unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss von rund 62.000 Euro. Das Gebäude wird mit regenerativen Energien versorgt: Die Warmwasserversorgung erfolgt über thermische Solaranlagen, zudem wird eine Pelletheizung eingebaut. Das Haus erfüllt die Kriterien eines so genannten „KfW-Effizienz-Hauses 55“. Das bedeutet: Der Primärenergieverbrauch liegt um 45 Prozent unter den Höchstwerten der gültigen Energieeinsparverordnung.













