(openPR) Deutsche Rheuma-Liga wehrt sich gegen Einschränkungen ärztlicher Leistungen und neue Belastungen von Patienten
Bonn, 20. Mai 2009. Zur Debatte um Rationierung ärztlicher Leistungen, höhere Praxisgebühren und Zusatzversicherungen auf dem Deutschen Ärztetag bezieht die Deutsche Rheuma-Liga als Interessenvertretung von 250.000 Mitgliedern und mit Blick auf neun Millionen chronisch rheumakranke Menschen wie folgt Stellung:
Höhere Belastungen der chronisch kranken Patienten sind aus Sicht der Deutschen Rheuma-Liga indiskutabel, da die Betroffenen schon jetzt durch Krankheitskosten stark belastet sind. Auch die Absicherung durch private Zusatzversicherungen bleibt chronisch Kranken als Ausweg in der Regel verwehrt.
Eine höhere Praxisgebühr würde zu noch größerer sozialer Ungerechtigkeit führen, gibt die Rheuma-Liga zu Bedenken. „Die Bertelsmann Studie hat gezeigt, dass arme chronisch Kranke nicht zum Arzt gehen, wenn es eigentlich notwendig wäre, weil sie die zehn Euro für die Praxisgebühr nicht verfügbar haben.“ sagt Professorin Dr. med. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Chronisch Kranke mit einem Monatseinkommen von weniger als 600 Euro netto gaben in einer repräsentativen Befragung der Bertelsmann Stiftung zweieinhalbmal häufiger als Besserverdienende an, aufgrund der Praxisgebühr einen Arztbesuch aufgeschoben oder vermieden zu haben. Gromnica-Ihle: „So führt Armut zu noch mehr Krankheit und chronische Krankheit macht Menschen arm. Es wäre unsere gesellschaftliche Pflicht, diesen Kreislauf zu durchbrechen.“
Aus Sicht der Deutschen Rheuma-Liga darf die politische Auseinandersetzung über Finanzierung und Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden.










