(openPR) DSF zeigt am Dienstag Folge-Doku zu preisgekröntem Film über das Tabu „Homosexualität im Fußball“.
Weil der Schutz der Kinder höchste Priorität habe, müsse man im Fußball gegen „gleichgeschlechtliche Bestrebungen“ vorgehen. Mit dieser Aussage im Deutschen Sportfernsehen (DSF) sorgte Köln-Trainer Christoph Daum vor einem Jahr für Aufregung. Die Aufregung versteht Daum bis heute nicht: „Ich habe eigentlich dieser Homosexuellen-Bewegung einen Riesendienst erwiesen“ damit, „dass ich diesen Gegenpol eingenommen habe.“
Christoph Daum sagt das in der Dokumentation „Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball“ von Aljoscha Pause. Sie wird am 19. Mai ab 20 Uhr im DSF gesendet. Die vorangegangene Doku „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ wurde 2008 vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) mit dem Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet.
Aljoscha Pauses erste Doku zu diesem Thema hatte gezeigt, dass der Weg zu einem toleranten Umgang mit Homosexualität in den Stadien noch weit ist. Pause hat die brisante Thematik weitere zwölf Monate beobachtet und hinterfragt nun – auch international –, ob es den „Tabubruch“ inzwischen gibt.
So zeigt der Film Christoph Daum mit der Aussage, er würde einen schwulen Spieler beim Coming-out unterstützen. „Ist doch keine Frage.“ Für Toleranz plädiert auch Luca Toni. „Es ist doch vollkommen egal, ob jemand schwul oder hetero ist“, sagt der Stürmer von Bayern München. „Wichtig ist, dass er seine Arbeit gut macht.“
Doch diesem Zitat voran stellt Luca Toni seine Aussage: „Wenn ein Mitspieler schwul ist, ist das seine Privatsache.“ Der BLSJ appelliert an alle Kolleginnen und Kollegen, solche Aussagen nicht unhinterfragt zu lassen: „Die sexuelle Orientierung ist mitnichten Privatsache, sondern ein bedeutender Teil des Lebens, den man nicht einfach leugnen kann“, sagt BLSJ-Vorstand Axel Bach. „Ganz anders als bei Heterosexuellen ist in vielen Medien allein schon die Erwähnung der Homosexualität verpönt, auch wenn gar nicht über das Privatleben berichtet wird.“
Mehr zum Thema „Umgang der Medien mit sexueller Orientierung und Privatleben“ unter www.koelner-appell.de im Internet.











