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Nachhaltige Sanierung mit Modellcharakter

04.05.200917:25 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Nachhaltige Sanierung mit Modellcharakter
Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Fraunhofer-Institut für Bauphysik

(openPR) In Deutschland verbrauchen private Haushalte über ein Drittel der Endenergie zum Heizen und Kühlen. Von den 17,3 Mio. Wohnbauten mit 39 Mio. Wohnungen ist nur ein kleiner Teil neu oder energetisch saniert. 77 Prozent des Immobilienbestands zählen zum Altbau und verbrauchen dabei über 95 Prozent der Energie. Bei der Sanierung stehen neben den technischen Fra-gen insbesondere die Kosten im Vordergrund. Am Bei-spiel einer Frankfurter Wohnsiedlung aus den 70er Jah-ren will das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP zu-sammen mit Vertretern der Wohnungswirtschaft effi-ziente Sanierungsmaßnahmen mit Modellcharakter für den Altbaubestand realisieren. Gemeinsam mit Schirm-herrin, Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, stellten die Partner am Montag ihr Projekt der Öffent-lichkeit vor.



Initiator des Projekts ist die bereits durch vorbildhafte Sanie-rungen und Neubauten nach Passivhausstandard bekannt gewordene Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Hol-ding GmbH. Für die modellhafte Konzeptionierung hat die Wohnungsgesellschaft die Experten des Fraunhofer IBP sowie deren im Bereich Immobilienbewertung tätigen Ausgrün-dung CalCon beauftragt. Durch eine umfangreiche Bestand-erfassung und Planung der Sanierungsmaßnahmen unter Be-rücksichtigung aller Aspekte der Nachhaltigkeit können Syn-ergieeffekte genutzt werden, um ein ganzheitlich optimiertes Modernisierungsergebnis zu erreichen.

Als Pilotprojekt wurde mit der Heinrich-Lübke-Siedlung eine Wohnanlage ausgewählt, die stellvertretend für die Betrach-tung vieler typischer Wohnobjekte in Deutschland steht. Bei der Sanierung des Siedlungsobjekts aus den späten 70er Jah-ren im Frankfurter Stadtteil Praunheim werden auch soziale Aspekte berücksichtigt. Neben den technischen Anforderun-gen haben sich vor allem die Nutzeranforderungen im Laufe der Zeit geändert. Die heutigen Anforderungen an den Wohn- und Arbeitsraum sind nicht mehr vergleichbar mit je-nen früherer Generationen. Faktoren wie Behaglichkeit, Si-cherheit, Komfort und Flexibilität haben einen hohen Stel-lenwert und müssen bereits in der Entwurfsplanung berück-sichtigt werden, um ein Sanierungsprojekt unter sozial-nachhaltigen Aspekten verwirklichen zu können.

»Die Sanierung von Altbauten lohnt sich besonders, denn sie verbrauchen drei- bis fünfmal mehr Heizenergie als moderne Häuser. Durch bauliche Maßnahmen, wie z. B. Wärmedäm-mung oder Verbesserungen des Raumklimas durch Heizung, Lüftung oder Kühlung lassen sich jedoch bis zu 80 Prozent der Energie einsparen«, erklärt Prof. Gerd Hauser, Leiter des Fraunhofer IBP und Vater des Energiepasses, die Notwendig-keit nachhaltiger Sanierungsmaßnahmen für den Altbau.

»Die Sanierung des aktuellen Gebäudebestandes ist eine der wichtigsten Möglichkeiten für die Verbesserung der Energie-effizienz. 77 % der Wohngebäude in Deutschland wurden vor dem Wirksamwerden der ersten Wärmeschutzverord-nung errichtet«, so Prof. Hauser weiter. Die Heiz- und Warmwasserkosten sind im Durchschnitt bei weitem die größten Posten bei den Wohnnebenkosten. Investitionen im Bestand müssen daher auf alle denkbaren ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Aspekte hin abgewogen werden.

»Damit sich das Frankfurter Sanierungsprojekt als Modell auch auf andere Altbaubestände in Deutschland übertragen lässt, müssen die Maßnahmen in der Pilotsiedlung nicht nur energetisch effizient, sondern auch so kostengünstig wie möglich gestaltet werden und sich in überschaubaren Zeit-räumen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung entspre-chender Förderungen, amortisieren«, erläutert Christian Wetzel, Vorstandsvorsitzender der CalCon , die Vorgehens-weise bei der Modellsanierung.

Für eine langfristige Optimierung des allgemeinen Gebäude-bestandes werden vom Fraunhofer IBP in Zusammenarbeit mit der CalCon daher über die energetische Optimierung hinaus gehende Aspekte aus den Bereichen Ökologie, Öko-nomie, Gesundheit, Behaglichkeit und Sozialstruktur in den Planungsprozess eingebracht. Auf diese Weise wird gewähr-leistet, dass eine breite Anwendbarkeit und damit ein spür-barer Effekt im gesamten Bestand erreicht werden kann.

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