(openPR) Das 5.folkBALTICA endete mit einem furiosen Finale. Gruppen des Länder-schwerpunktes Dänemark bewiesen absolute Weltklasse. Die Duborg-Skolen in Flensburg – ein außergewöhn-licher Veranstaltungsort.
Ein furioses Festivalfinale mit über 30 Musikern aus Dänemark, Deutschland, Schweden und Finnland unter der Leitung des dänischen Geigenstars Harald Haugaard setzte gestern Abend in der vollbesetzten Flensburger Marienkirche den krönenden Schlusspunkt der 5. folkBALTICA. Insgesamt 5000 Besucher konnten sich bei 41 Veranstaltungen an 31 unterschiedlichen Spielstätten in der deutsch –dänischen Region Sønder-jylland-Schleswig an den fünf Festivaltagen vom 22.-26. April 2009 davon überzeugen, dass Folkmusik in modernen, grenzüberschreitenden Formen heute eines der spannendsten und kreativsten Musikgenres ist.
»Insbesondere die Gruppen des diesjährigen Länderschwerpunktes Dänemark haben absolute Weltklasse bewiesen,« ist das beigeisterte Resümee des künstlerischen Leiters Jens-Peter Müller.
Knapp 100 Musikerinnen und Musiker aus sieben Ländern präsentierten die Vielfalt der Musikkulturen aus den Ländern rund um die Ostsee. Die innovative dänische Folkszene war alleine mit 38 Musikern am Start. Den Auftakt machte im Landeskulturzentrum Salzau die neue Helene Blum & Harald Haugaard-Band mit virtuoser Instrumentalmusik und einfühlsamen Folksongs. Auch die Gruppe Habbadam aus Bornholm, das Quartett Phønix, die soulige Klezmer-Sängerin Channe Nussbaum aus Svendborg, und das alles überragende dänisch-schwedische »Trio Mio« überzeugten durch Spiel- und Experimentierfreudigkeit.
Im abschließenden »Abend für Rasmus Storm« entfachten Gruppen aus den skandinavischen Ländern und jugendliche Folkmusiker aus Schleswig-Holstein mit Improvisationen von der Kirchen-Kanzel und orchestralen Interpretationen nordeuropäischer Tanzmusik des 18. Jahrhunderts ein Feuerwerk an künstlerischen Ideen.
Zu den weiteren Höhepunkten zählten das finnische Mundharmonika-Quartett »Sväng«, das deutsch-skandinavische Folk-Jazz Projekt »Fjord Skies« um den Kontrabassisten Martin Wind und das Mitternachtskonzert „Maultrommel und Beat-Box“, bei dem sich über 200 Besucher auf dem Flensburger Museumsberg von archaischer und moderner Mundakrobatik ins Staunen versetzen ließen. Für gefeierte Überraschungen sorgten auch der Spezialist für mittelalterliche Pfeifen- und Perkussionsinstrumente Poul Høxbro und das lettische Vokal-Trio Smite, Karle & Cinkuss mit kraftvoller, baltischer Mehrstimmigkeit.
»Folkbaltica setzt etwas in Bewegung«, meint Jens-Peter Müller und denkt dabei an die durch das Festival initiierten Dialoge zwischen Folk- und Jazzmusikern, an die Zusammenarbeit von jugendlichen Nachwuchsmusikern mit gestanden Namen des nordeuropäischen Folkmusikmilieus und an eine nächtliche Begegnung vor dem Festivalhotel, bei dem sich der junge Beat-Boxer Kia Morid aus der Hamburger Hip Hop-Szene vom Norweger Anders Roine in die Feinheiten des norwegischen Maultrommelspiels einwiesen ließ.

















