Steuern wirken häufig absurd(djd/rel). Bei den Steuern auf alkoholische Getränke greift Vater Staat seinen Bürgern unterschiedlich tief in die Taschen. Während er bei Sekt und Spirituosen hohe Steuersätze fordert, hält er sich beim Bier zurück. Bei Wein gilt sogar ein Null-Steuersatz. Wer sich nach einem gepflegten Essen einen Digestif gönnt, fördert Vater Staat: 2,15 Milliarden Euro nahm der Staat im Jahr 2002 über die Spirituosen ein - und das, obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch im selben Jahr bei nur 5,9 Litern lag. Spitzenreiter in Sachen Pro-Kopf-Verbrauch 2002 mit 121,5 Litern war übrigens das Bier, wobei hier nur 811,5 Millionen Euro in die öffentlichen Kassen flossen. Und was ist mit Wein? - mag sich da manch einer fragen. Der Wein lag beim Pro-Kopf-Verbrauch mit 20,3 Litern hinter dem Bier an zweiter Stelle. Aber: Es gibt in der EU bisher keine Mindeststeuer, die von den Mitgliedstaaten erhoben werden muss. Entsprechend existiert in weinproduzierenden Ländern wie Spanien und Italien auch keine Weinsteuer oder sie wurde, wie in Deutschland, auf 0,0 Prozent festgelegt.
Pressekontakt:djd deutsche journalisten dienste GmbHBahnhofstraße 4497234 ReichenbergFon: 0931 / 600 99 - 0www.pressetreff.de