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Trinkgeld im Auslandsurlaub - Nette Geste oder gar Beleidigung?

08.07.2009 • 12:48 Uhr • Freizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Stuttgart, 8. Juli 2009. Wie viel und mit welcher Geste ein Trinkgeld gegeben wird, das führt bei manchen Zeitgenossen schon im Inland zu Schweißausbrüchen. Noch schwieriger wird es zur Urlaubszeit, vor allem dann, wenn man sich den einheimischen Sitten und Gebräuche schon aus reiner Höflichkeit einigermaßen anpassen möchte.



Carolin Lüdemann, Knigge-Expertin aus Stuttgart, nennt eine einfache Faustregel: „ Je weiter nördlich Sie reisen, desto weniger wird erwartet. Je weiter südlich, umso stärker ist die Trinkgeldkultur ausgeprägt.“ In Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich sind bis zu 10 Prozent der Rechnung ein angemessener Obolus. Die souveränste Form ihn loszuwerden besteht darin, nach Bezahlen der Rechnung den Betrag diskret auf dem Tisch zu platzieren. Das bei uns übliche Aufrunden der Summe ist in diesen Ländern unüblich, geradezu kränkend ist es, das Trinkgeld dem Personal direkt in die Hand zu drücken. Und gönnerhaft mit dem Geld nur so um sich zu werfen ist hier, wie wohl überall auf der Welt, nicht gerne gesehen.

In Skandinavien und den Benelux-Ländern ist die Trinkgeldkultur weit weniger ausgeprägt. In Restaurants, Taxis und Hotels, vor allem wenn man nur wenige Nächte absteigt, wird kein Trinkgeld erwartet, gibt man dennoch eines, ist dies auch kein gravierender Fauxpas.

Carolin Lüdemann, Mitglied des Deutschen Knigge-Rates, gibt noch einen weiteren Tipp zum „Tip“: „In Hotels sollten Sie sich nicht nur nach dem Urlaubsland richten, sondern auch nach der Hotelkategorie. In großen internationalen Hotels erwartet der Kofferträger einen Euro pro Gepäckstück, für das Zimmermädchen sind fünf Euro pro Woche üblich.“ Bei letzterem gibt es jedoch noch eine weitere Schwierigkeit: Wo platziert man am besten den Betrag? Der Tisch im Zimmer ist nicht ratsam, da könnte das Geld auch nur einfach vergessen worden sein. Am üblichsten ist das Kopfkissen und wer wirklich sicher sein möchte, dass auch „sein“ Zimmermädchen belohnt wird und der Betrag nicht einfach in einen gemeinsamen Topf wandert, der sollte sein Trinkgeld gerne auch persönlich übergeben. Das ist, verbunden mit einer persönlichen Anrede, immer noch die kultivierteste Form.

In Japan und China ist Trinkgeld übrigens gänzlich unbekannt und führt zu Verwirrung. Häufig hört man, dass dies auch für den arabischen Raum zutreffe, was aber nur zum Teil richtig ist. Einen stolzen Araber sollte man in der Tat nicht mit Trinkgeld beleidigen. In vielen dieser Länder, vor allem denjenigen, die durch Öl reich geworden sind, arbeiten in Service und Dienstleistung überwiegend Ausländer aus Südostasien, die wiederum auf Trinkgeld angewiesen sind.

Ausführliche Ratschläge zur Trinkgeld-Kultur im Ausland gibt Carolin Lüdemann im Magazinartikel „Trinkgeld im Ausland“, der online abrufbar ist auf der Karriere-Plattform www.coachacademy.de.


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Abdruck frei - Beleg erwünscht
Carolin Lüdemann

Carolin Lüdemann ist Juristin und ausgebildeter Business-Coach. Ihre Vorträge und Seminare – praxisnah, lebendig und durch namhafte Referenzen ausgezeichnet – sind regelmäßig ausgebucht und unterstützen den Einzelnen dabei, die Wirkung auf seine Mitmenschen signifikant zu erhöhen.
Carolin Lüdemann ist Mitglied des renommierten deutschen Knigge-Rats und spricht Empfehlungen für das stilgerechte und zeitgemäße Miteinander aus. Als Karriereexpertin bei den TV-Sendern N24 und Sat.1 sowie anderer namhafter Medien wie beispielsweise SWR Funk und Fernsehen, Süddeutsche Zeitung und Welt ist sie regelmäßig für eine breite Öffentlichkeit präsent. An ihren Trainings nehmen Top-Manager sowie High Potentials aus Industrie, Beratung und Verbänden teil.
Weitere Informationen unter HYPERLINK "http://www.carolin-luedemann.de" http://www.carolin-luedemann.de

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