(openPR) Fortbildungsveranstaltung zum Locked-in Syndrom für Neurologen und Pflegeberufe am 23. Mai 2009 in München
Infolge eines Stamm- und Kleinhirninfarktes bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt zu sein, ist ein Albtraum, der nach Hirnschädigung, wie nach einem Schlaganfall oder Unfall, vorkommt und sich zum Beispiel am extremsten im Locked-in-Syndrom (LIS) manifestiert. Befunde, die auch heute noch oft nur schmerzlindernd oder stabilisierend behandelt werden. Betroffene aber bezeichnen die Locked-in-Phase als Durchgangsstadium, das mittels frühzeitiger und andauernder intensiver Rehabilitation durchbrochen wird. Trotz moderner Technik kommt es auch immer wieder zu Fehldiagnosen, wobei Patienten mit einem Locked-in Syndrom für Wachkomapatienten gehalten werden.
Die Fortbildung zum Locked-in Syndrom für Neurologen und Pflegeberufe sowie interessierte Angehörige will das Krankheitsbild in Abgrenzung zu anderen Krankheiten mit ähnlicher Symptomatik wie amyotrophe Lateralsklerose (ALS) im späten Stadium beschreiben, historische Hintergründe sowie Möglichkeiten der Rehabilitation aufzeigen.
Termin: 23. Mai 2009 von 10.15 bis 17.00 Uhr
Ort: Alten und Service Zentrum (ASZ) an der Packenreiterstraße 48 in 81247 München
Programm:
10.15 Uhr Begrüßung
10.30 Uhr Erscheinungsbild, historischer Hintergrund und Rehabilitation
- Film „Locked-in“ von Thomas Paul Sierla und Werner Strömer-Bartesch (Deutschland, 1996)
- Vortrag „Das Locked-in Syndrom“, Dr. Karl-Heinz Pantke
12.00 Uhr Pause
13.00 Uhr Möglichkeiten der Kommunikation
- Praktische Übung/Demonstration „ja/nein Code und die Buchstabentafel“ sowie Vorstellung elektronischer Hilfsmittel für nicht sprechende Menschen aus dem Internet, Dr. Julius Deutsch
- Vortrag „Unterstützte Kommunikation beim Locked-in Syndom und vollständiger Lähmung“, Dr. Karl-Heinz Pantke
15.30 Uhr Pause
16.00 Uhr Berichte von Betroffenen
- filmische Dokumentation über einen Patienten in der Akutphase
- Dokumentarfilm „Eingeschlossen“ von Stefan Pannen und Doris Ruckstuhl (Deutschland/Schweiz, 2002)
Ausführliches Programm im Internet www.locked-in-syndrom.org (Stichwort: Aktuelles)
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Karl-Heinz Pantke
Referenten:
- Dr. Karl-Heinz Pantke: Vorsitzender LIS e.V. und Lehrbeauftragter für Unterstützte Kommunikation an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).
- Dr. Julius Deutsch: Vorsitzender kommhelp e.V.
Teilnahmegebühr: keine
Fortbildung: Die Veranstaltung ist mit 7 Punkten als Fortbildung von der Bayerischen Landesärztekammer anerkannt (Kosten: 10 Euro als Bearbeitungsgebühr für das Fortbildungszertifikat).
Anmeldung und Informationen:
LIS e.V. Telefon 030/34 39 89 75











