(openPR) Vom 1. Mai bis zum 21. Juni 2009 zeigt Berlin Art Projects die Ausstellung „Abstrakte Welten“ des amerikanischen Action Painters Sam Francis (1923-1994) und des jungen Berliner Malers Christian Awe. Am Samstag, 2. Mai 2009, 12-21 Uhr, wird die Ausstellung in Anwesenheit von Christian Awe in der Auguststraße 50 b eröffnet.
„Abstrakte Welten“ – dynamische Bildwelten von leuchtender Farbigkeit bilden das Gemeinsame der Arbeiten von Sam Francis und Christian Awe. Beide Künstler spielen mit dem Motiv des Gestischen, ihre Arbeiten sind intensiv und expressiv und erwecken den Eindruck einer lebendigen, atmenden Fläche.
Farbe und Raum sind die wichtigsten Faktoren in den Werken von SAM FRANCIS. Bekannt für seine sehr persönliche Form des Drip Painting, lenkte er mit schwungvollen kreisenden und spritzenden Bewegungen die Farbe in unterschiedlich starken Rinnsalen auf dem Malgrund, die sich zu Spritzern, Tropfen und reliefartigen Farbflächen aus Acryl und Öl mischten. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Action Painting. Darüber hinaus setzte er sich intensiv mit unterschiedlichen Druckverfahren auseinander. In der Ausstellung werden Papier- und kleinere Leinwandarbeiten zu sehen sein. „Gitterbilder“, in Acryl auf Papier, aus den 1970er Jahren, in denen Francis die Bildfläche mit netzartigen Strukturen bedeckt, stehen neben experimentellen lithographischen Arbeiten der 1980er Jahre.
Charakteristisch für Francis’ Arbeiten ist der weiße Bildgrund, der Flecke und Linien leicht und transparent, beinahe zeichnerisch wirken und die Farben klar und kräftig hervortreten lässt.
In den Arbeiten von CHRISTIAN AWE spielen Farbe und gestische Malweise eine wichtige Rolle. Aus der Verbindung von Street Art und Graffiti mit klassischer Malerei entwickelt er seine eigene Bildsprache, die sich im Spannungsfeld figürlicher und abstrakt expressiver Malerei bewegt. Die Galerie präsentiert seine neuesten Arbeiten der Serie „Underground Paintings“. Mit Pinsel, Acryl und Sprühdose entstehen auf PVC und Leinwand emotionsgeladene atmosphärische Farblandschaften. Die Arbeiten zeichnen sich durch enorme Leuchtkraft, intensive Farbkontraste und vielschichtige Ebenen aus. Durch Überlagerungen, gesprühte Zeichen und Markierungen, durch penibel Abgekratztes und sorgfältige Aussparungen erschafft Awe differenzierte Oberflächenstrukturen. Gradliniges trifft auf Impuls, scharfes Schabwerkzeug lässt feinste Farbnuancen und verborgene Schichten sichtbar werden, so dass ein changierendes Wechselspiel der Bildebenen und Farbgründe entsteht. Awes „Underground Paintings“ bestechen durch die ausgewogene Kombination von schwungvollen Linien, Formen und Farben und strahlen eine energiegeladene Leichtigkeit aus. Bildtitel wie "Jazzybelle", "Ocean Games", "Meeting Freedom" und "Das gute Leben" führen in die Gedankenwelt des Künstlers ein und verstärken die Assoziationen von Natur und Musik, Hip Hop Jazz und Ornament.
Awes gefühlvolle Arbeiten, das Spontane und Unmittelbare seiner Malweise bilden den Bezug zum Abstrakten Expressionismus und Action Painting und schlagen den Bogen zu den Werken von Sam Francis. Beide Künstler verbindet eine symbolisch-assoziative Formsprache, die Betonung auf Farbe und Raum sowie die Freude am Experimentieren mit Materialien und Techniken. Die abstrakten Kompositionen und der ausgewogene Rhythmus verleihen ihren Arbeiten eine lyrische Schönheit. Es sind emotionale Bildwelten voll unmittelbarer Lebensfreude, die den Betrachter animieren, darin zu versinken und den eigenen Assoziationen freien Lauf zu lassen.
Sam Francis (*1923 San Mateo/ Kalifornien) studierte Botanik, Medizin und Psychologie, bevor er das Studium der Kunst und Kunstgeschichte aufnahm. Seit seiner ersten Einzelausstellung 1952 in Paris sind seine Arbeiten in unzähligen Ausstellungen weltweit zu sehen, er nahm teil an der 5. Biennale São Paulo, der documenta II und III sowie der 32. Biennale Venedig. Nach Reisen nach Mexiko, Thailand, Indien und Japan und Aufenthalten in Paris, New York, Bern und Tokio ließ er sich in Santa Monica nieder, wo er 1994 starb.
Christian Awe (*1978 Berlin) studierte an der Universität der Künste Berlin bei Georg Baselitz und Daniel Richter, sein Studium beendete er als Meisterschüler. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke waren und sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, darüber hinaus kuratiert er selbst Ausstellungen mit jungen Künstlern.













