(openPR) Milcherzeuger aus ganz Thüringen wollen heute in Erfurt auf die desaströse Lage ihrer Betriebe aufmerksam machen. Vor der Erfurter Molkerei wollen sie ab 20 Uhr für einen besseren Milchpreis demonstrieren. „Die Milcherzeuger und Molkereien sitzen alle in einem Boot und müssen nun gemeinsam rudern“, sagte Helmut Gumpert, Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes im Vorfeld der heutigen Aktion.
Gumpert, der selbst Milchkühe in seinem ostthüringischen Betrieb hält, betonte: „Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Wir brauchen einen Milchpreis, von dem wir auch leben können.“ Dieses Ziel könne nur mit den Molkereien erreicht werden, so der Verbandsvizepräsident weiter. Derzeit würden die Milcherzeuger in Thüringen täglich etwa 300 000 € weniger Milchgeld einnehmen als im Vorjahreszeitraum, führte Gumpert aus. Das zeige, wie dramatisch die aktuelle Situation für die hiesigen Betrieb sei.
Nach Ansicht des Thüringer Bauernverbandes müssten nun schnellstmöglich Liquiditätshilfen für die Milch erzeugenden Betriebe aufgelegt werden. Zinsverbilligte Kredite und die Vorziehung der Direktzahlungen an die Agrarbetriebe auf den Monat Juli seien wesentliche Schritte, die nun in Angriff genommen werden sollten. Der Bauernverband plädiert ebenso für eine Prüfung der Aussetzung der Abschmelzung der Betriebsprämie. "Auch der Handel muss nun in die Pflicht genommen werden und damit aufhören, den erpresserischen Preiskampf auf den Rücken der Bauern auszutragen", erklärte Gumpert abschließend.
Bundesweit wollen Milcherzeuger heute Abend vor Molkereien gegen die niedrigen Milchpreise protestieren.





