(openPR) „Das ist das vorläufige Aus für die Erforschung Grüner Gentechnik in Deutschland.“ Diese Gefahr sieht Siegmar Arnoldt, Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes nach der heutigen Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Anbau von Genmais MON 810 hierzulande zu verbieten. „Es ist für uns vollkommen unverständlich, dass die Ministerin eine Schutzverordnung in Kraft setzt, die den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verbietet“, sagte Arnoldt. Jüngste Studien hätten gezeigt, dass durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen kein Risiko für die Umwelt und den Verbraucher entstehe. Diese Ergebnisse könnten nicht ignoriert werden, sagte Arnold. Der Bauernverband befürchtet eine massive Schädigung des Forschungsstandortes Deutschland durch die Abwanderung forschender Unternehmen ins Ausland. „Wie sollen jetzt noch wissenschaftliche Studien in Deutschland durchgeführt werden, in denen die Gefahren der Gentechnik eingehend untersucht werden?“, fragt Arnold. Der landwirtschaftliche Einsatz Grüner Gentechnik müsse mit Blick auf den Verbraucher ohne Polemik und mit großer Sensibilität diskutiert werden und mit Augenmaß erfolgen. „Wir bedauern es, dass die Debatte in Deutschland nun von Ministerin Aigner unterbunden wurde“, erklärte Arnold.
Der Thüringer Bauernverband vermutet hinter der Entscheidung politisches Kalkül. Aigner wolle das Thema gentechnisch veränderte Pflanzen offenbar aus dem Wahlkampf heraushalten und habe sich deshalb für ein vollständiges Verbot von MON 810 ausgesprochen.










