(openPR) PR803, Frankfurt, 17. Februar 2004. Fujitsu gibt die Einführung eines neuen 16LX-Mikrocontrollers zur Vervollständigung seines Angebots an Mikrocontrollern mit CAN-Schnittstelle (Controller Area Network) bekannt. Das neueste Produkt wurde für Steuerungs- und Komfortfunktionen im Auto konzipiert. In Klimaautomatik-, Beleuchtungssteuerungs-, Sitzverstellungs- und Sensorsystemen dient der Baustein dem Komfort und der Sicherheit der Fahrzeuginsassen.
In einem kompakten QFP-48-Gehäuse mit nur 7 mm Kantenlänge sind der 16LX CPU-Core und Peripheriefunktionen wie Timer, 4 PWM-Kanäle, 2 UARTs, A/D-Wandler, 64 KB Flash-Speicher und 2 KB SRAM untergebracht. Bei einigen I/O-Leitungen können die Signalpegel programmiert werden – neben TTL und CMOS stehen auch ‚Automotive-Level‘ (mit VIL = 0,5∙VCC) zur Wahl. Dies ist ein wichtiges Feature weil Kfz Bordnetze oft einen Masseversatz von mehreren Volt aufzeigen.
Der neue MB90F897 von Fujitsu kann für den Betrieb bis 125 C spezifiziert werden und ist kompatibel zu den Serien MB90385 und MB90455. Inzwischen bietet das Unternehmen mehr als 50 verschiedene 16LX CAN-Produkte an.
Seit der Einführung des ersten 16-Bit Mikrocontrollers mit Single-Voltage-Flash-Technologie und 10K Schreib-Lösch-Zyklen im Jahr 1997 hat Fujitsu seine zentrale Kompetenz in Sachen Flash-Technologie stetig weiter ausgebaut. Jüngste Spezifikationen für 100K Schreib/Lösch-Zyklen oder hohe Betriebstemperaturen machen deutlich, dass die Prozesstechnologie einen hohen Grad an Stabilität erreicht hat.
Die neue Dual-Operation Flash-Technologie bietet noch mehr Funktionalität, denn sie ermöglicht eine schnelle EEPROM-Emulation und eine Selbstprogrammierung, da das 64KB Flash-Makro in zwei Bänke aufgeteilt ist. Unabhängig voneinander können in jeder Bank Schreib-, Lese- und Löschoperationen ausgeführt werden.
Die kleinere Bank besteht aus vier Sektoren à 4 KB. Jeder Sektor lässt sich einzeln löschen, während das Schreiben wortweise möglich ist.
Flash-Speicher(64KB)
Obere Bank
SECTOR9 (4 KB)
SECTOR8 (4 KB)
SECTOR7 (4 KB)
SECTOR6 (4 KB)
SECTOR5 (16 KB)
SECTOR4 (16 KB)
Untere Bank
SECTOR3 (4 KB)
SECTOR2 (4 KB)
SECTOR1 (4 KB)
SECTOR0 (4 KB)
Bei konventionellem Flash-Speicher muss die CPU ihren Code aus dem RAM ausführen, wenn der Flash-Inhalt aktualisiert wird, denn während des Umprogrammierens sind auf den Flash-Speicher keine Lesezugriffe möglich. Anders bei Dual-Operation: hier kann ein Programm aus einer Bank weiter verarbeitet werden, während der Inhalt der anderen Bank geändert wird.
Die Integration der EPROM-Funktionalität im integrierten Flash-Speicher hat große Vorteile gegenüber externen EEPROM-ICs, denn neben einem flexibleren Speichermanagement sind höhere Schreib/Lese-Geschwindigkeiten möglich als mit separaten EEPROMs. Nicht selten können externe EEPROM-ICs dank dieser Funktionalität entfallen, was die Leiterplatten- und Footprint-Komplexität verringert. Nicht zuletzt ist ein interner Speicher stets die erste Wahl, wenn Speicherinhalte vor Manipulation sicher sein sollen.
Das Schreiben eines 16-Bit Wortes in den Flash-Speicher dauert lediglich 16 µs und geht damit deutlich schneller als ein Schreibzugriff auf ein konventionelles externes EEPROM, der bis zu 50 µs/Wort dauern kann. Viele Anwendungen von Flash-Mikrocontrollern erfordern CPU-gesteuerte Software-Updates (Selbstprogrammierung). Vorteil des Dual-Operation Flash-Speichers hier: Die CPU kann ihr Programm stets aus der einen Bank heraus verarbeiten, während der Inhalt der jeweils anderen Bank überschrieben wird. Diese Auslegung erleichtert zudem den Umgang mit Ereignissen wie Interrupts oder Resets während der Umprogrammierung.
Interruptvektoren befinden sich meist im höchsten Sektor der oberen Bank, auf die jedoch während der Programmierung nicht zugegriffen werden kann. Deshalb ist ein spezielles Register vorhanden, das die internen Interruptvektoren in den höchsten Sektor der unteren Bank verlagert, so dass eine Interruptbehandlung auch während Schreib- und Löschprozeduren möglich ist.
Die Beendigung von Schreib/Lösch-Operationen kann per Interrupt festgestellt werden, um die System-Performance zu steigern.
Der fest verdrahtete Reset-Vektor zeigt auf 0xFFE000, damit zu jeder Zeit eine korrekte Reset-Prozedur gewährleistet ist.
Zur Unterbindung ungewollter Schreib- oder Löschvorgänge ist ein spezielles Schreibfreigabe/Schutz-Register vorhanden. Wurde ein Sektor als schreibgeschützt markiert, kann dieser Schutz nur durch Aus- und Wiedereinschalten der
Versorgungsspannung oder durch einen externen Reset aufgehoben werden. Jeder Sektor lässt sich einzeln schützen. Für diese neuen Produkte steht eine umfassende Entwicklungstool-Umgebung zur Verfügung.
Ein zur Presseveröffentlichung gehörendes Bild mit mittlerer Auflösung finden Sie über den Link: ftp://ftp.jdk.co.uk/Fujitsu/Press/MRPR803.jpg
Zum Downloaden eines Bildes mit höherer Auflösung verwenden Sie folgenden Link:
ftp://ftp.jdk.co.uk/Fujitsu/Press/HRPR803.zip
Kurzprofil Fujitsu Microelectronics Europe
Fujitsu Microelectronics Europe (FME) ist ein führender Lieferant von Displays und Halbleiterprodukten. Das Unternehmen bietet fortschrittliche Systemlösungen für die Bereiche Automotive, Digital-TV, Mobile Kommunikation, Networking und Industriesegmente. Die enge Zusammenarbeit der Entwickler aus den FME Design Centern - spezialisiert auf Mikrocontroller, Mixed-Signal, Wireless, FRAM, Multimedia ICs und ASIC Produkte - mit den Marketing- und Sales-Teams aus ganz Europa trägt dazu bei, den Kunden-Anforderungen bei der Entwicklung von Systemlösungen gerecht zu werden.
Dies wird durch eine breite Palette von hochentwickelten Halbleitern, IP und Bausteinen unterstützt. Hochwertige LCDs und Plasma-Displays ergänzen das Produktportfolio. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Fujitsu Microelectronics Europe unter http://www.fme.fujitsu.com
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