openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Transfettsäuren – hart, aber nicht herzlich

06.04.200917:26 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Aachen (fet) – Pflanzliches Fett gilt als gesund, stimmt aber nicht immer. Denn zwischen wertvollen Ölen in der Flasche und preiswertem Pflanzenfett in vor allem stark verarbeiteten Lebensmitteln steht ein technologischer Härtungsprozess, der zum Teil schädliche Transfettsäuren hervorbringt.



„Transfette sind schlecht für die Blutgefäße“ las der interessierte Verbraucher schon häufiger. „Was ist denn das schon wieder?“ folgte sicher die Frage, hatte er doch gerade erst den Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren verstanden. Transfettsäuren sind ebenfalls einfach oder mehrfach ungesättigt und doch irgendwie anders. Während herkömmliche Fettsäuren – der Chemiker spricht von Cisfettsäuren – einen oder mehrere Knicke in der Struktur besitzen, sind Transfettsäuren langgestreckt.

Die von Natur aus in geringen Mengen in tierischen Fetten vorkommenden Vertreter sind eher unbedenklich. Anders sieht es hingegen bei denjenigen aus, die während der industriellen Fetthärtung entstehen. Diese beeinträchtigen den Stoffwechsel sowie die Funktion natürlicher Fette und erhöhen den Serumspiegel an unerwünschtem LDL-Cholesterin. Zudem begünstigte in einigen Studien ein hoher Konsum die Ausbildung von Übergewicht, insbesondere des risikobehafteten Bauchfettes (1). Transfette fördern somit Erkrankungen des Herzkeislaufsystems.

Bis in die Neunziger entstanden große Mengen der unerwünschten Fette während der Margarineherstellung. Dank neuer Technologien ist der Gehalt in hochwertigen Produkten heute gering. Anders sieht es bei Lebensmitteln aus, in denen der Verbraucher die Transfette weniger vermutet. Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich. Verweist die Zutatenliste auf „gehärtetes Fett" oder „pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet" können die schädlichen Substanzen enthalten sein. Doch über den wirklichen Gehalt schweigt das Etikett. Backwaren wie Kekse und Blätterteig, Pommes frites oder Kartoffelchips sind zum Teil hoch belastet. Selbst innerhalb eines Produktes kann der Gehalt von null bis 35 Prozent schwanken, wenn Öle verschiedener Herkunft und Herstellungsweisen verarbeitet sind. Auch Fertigprodukte, vor allem Instantvarianten, enthalten gehärtete Pflanzenfette. Nicht etwa weil diese gesünder sind, sondern billiger. Zudem ist die Stabilität und damit die Haltbarkeit gehärteter Fette höher.

Transfettsäuren entstehen auch beim Hocherhitzen von Ölen, wie etwa beim Frittieren. Wer hier beispielsweise statt Öl Palmfett verwendet, nimmt zwar nicht weniger Fett auf, es entstehen jedoch nur sehr geringe Mengen der schädlichen Fettsäuren.

Redaktion: Christine Langer

Quelle: 1) Micha R, Mozaffarian D: Trans fatty acids: effects on cardiometabolic health and implications for policy. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids;79(3-5);147-52:2008

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 298607
 1237

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Transfettsäuren – hart, aber nicht herzlich“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.

Bild: Einmal Currywurst mit Zucker bitteBild: Einmal Currywurst mit Zucker bitte
Einmal Currywurst mit Zucker bitte
Neues Miniposter klärt über den versteckten Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel auf Aachen (fet) – Der Mensch liebt es von Natur aus süß, denn zuckerreiche Früchte versprachen in Urzeiten schnelle Energie. Viele Nahrungsmittel enthalten heute jedoch Zuckermengen, die dem Körper auf Dauer schaden können. Die neue Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ zeigt, wo sich diese verbergen. Zucker ist ein schneller Energielieferant, besonders für das Gehirn. Doch eine übermäßige Zufuhr wirkt sich an vielen Stellen des Körpers…
Eiweiß – das A und O für einen dauerhaften Gewichtsverlust
Eiweiß – das A und O für einen dauerhaften Gewichtsverlust
Aachen (fet) –Crash-Diäten lassen nach Beendigung das Gewicht auf der Waage schneller wieder steigen als sie die Pfunde purzeln ließen. Schuld hieran ist in erster Linie die oft niedrige Eiweißaufnahme während der Diät. Unsere Muskulatur verbrennt einen Großteil der aufgenommenen Kalorien. Vielen ist bewusst, dass der Muskelaufbau durch Sport bei einem Abnehmwunsch die Fettpolster deutlich schneller schmelzen lässt. Der logische Rückschluss, dass ein Verlust an Muskelmasse den Fettansatz erneut fördert, wird von vielen Abnehmwilligen häufig …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Maxfrit Siedefett - Fettgebäck ohne SodbrennenBild: Maxfrit Siedefett - Fettgebäck ohne Sodbrennen
Maxfrit Siedefett - Fettgebäck ohne Sodbrennen
Vorteil von Erdnussfett ist die hohe Hitzebeständigkeit von 215°C. Nachteil, die bei der Härtung entstehen Transfettsäuren und enthaltene Allergene. Maxfrit Siedefett, entwickelt von Maxfry® in Hagen (Westf.), enthält keinerlei industriell gehärtete Fette, gentechnisch veränderte Zutaten oder synthetische Konservierungsstoffe. Es ist hitzebeständig bis …
Bild: Schädliche Transfettsäuren – Reduktion auf unbedenkliche Werte ist nötig und möglichBild: Schädliche Transfettsäuren – Reduktion auf unbedenkliche Werte ist nötig und möglich
Schädliche Transfettsäuren – Reduktion auf unbedenkliche Werte ist nötig und möglich
… Besonders hoch belastet sind neben Fast Food auch Kekse, frittierte Produkte wie Kartoffelchips, fette oder süße Brotaufstriche sowie Siedegebäcke. Über die Schädlichkeit von Transfettsäuren wurde wiederkehrend und kontrovers diskutiert. Dabei belegen genügend Studien, dass diese noch ungesünder sind als bisher angenommen wurde. Der Verzehr wirkt sich …
Bild: Was ist dran an den Vorurteilen gegen Kokosöl?Bild: Was ist dran an den Vorurteilen gegen Kokosöl?
Was ist dran an den Vorurteilen gegen Kokosöl?
… Struktur der Fettsäuren. Bei der Härtung von pflanzlichen Ölen verändert sich die Fettstruktur so, dass sich aus der natürlichen Form der Fettsäuren sogenannte Transfettsäuren bilden. Durch das starke Erhitzen der Fette geht die natürliche Krümmung der Fettsäuren verloren und es entstehen Transfettsäuren. Diese haben zwar die gleiche Zusammensetzung …
Bild: Pommes gesünder als SalatBild: Pommes gesünder als Salat
Pommes gesünder als Salat
… Nix mehr schlechtes Gewissen. Rein damit. Wenn es der Oberchemiker höchstpersönlich sagt. Wäre da nicht eine klitzekleines Detail Herr Professor: Pommes sind randvoll mit Transfettsäuren. "Wos is, Transfettsäuren?" Es sollte ein Fortschritt werden, als vor gut 100 Jahren die Chemiker, also Udo Pollmers Vorgänger, die Fetthärtung erfanden. Diese Entdeckung …
Bild: Kostensenkung bei Qualitätssteigerung - Frittier-SystemlösungBild: Kostensenkung bei Qualitätssteigerung - Frittier-Systemlösung
Kostensenkung bei Qualitätssteigerung - Frittier-Systemlösung
… tägliche Praxis stehen spezielle Filtersysteme bereit, um Produktreste zuverlässig aus dem Frittierbecken zu entfernen. Der WDR berichtete in seinem Magazin „essen und trinken“ zum Thema Transfettsäuren und stellte fest „ Die Maxfry GmbH beispielsweise hat eine Methode entwickelt, mit der man beim Frittieren auf den Einsatz gehärteter Fette verzichten …
Transfettsäuren als Auslöser von Multipler Sklerose
Transfettsäuren als Auslöser von Multipler Sklerose
Sind Transfettsäuren der Auslöser von Multipler Sklerose und anderen Neurodegenerativen und weiteren Autoimmunkrankheiten? Dieser Theorie wird auf dem privaten Internetportal www.ms-infozentrum.de nachgegangen. Im Gegensatz zu den bisherigen Theorien wird hier davon ausgegangen, dass Multiple Sklerose keine Autoimmunkrankheit ist und auch nicht von Viren …
Bild: Vom Pflanzenöl zur Margarine – die Herstellung / Wie kommen die lebenswichtigen Fettsäuren in die Margarine?Bild: Vom Pflanzenöl zur Margarine – die Herstellung / Wie kommen die lebenswichtigen Fettsäuren in die Margarine?
Vom Pflanzenöl zur Margarine – die Herstellung / Wie kommen die lebenswichtigen Fettsäuren in die Margarine?
… und zarte Konsistenz der Margarine. Fertig ist die Margarine: Im letzten Schritt der Herstellung wird die Margarine in Becher abgefüllt und je nach Marke schutzversiegelt.Transfettsäuren – nicht in der Margarine! Immer wieder wird behauptet, dass Margarine Transfettsäuren enthalten würde und ihr Verzehr deshalb bedenklich wäre. Das stimmt nicht! Fakt …
BKK·VBU: Gesunde Ernährung kann man lernen
BKK·VBU: Gesunde Ernährung kann man lernen
… ballaststoffreichen Mahlzeit gegessen werden. Diabetiker sollten auch das Fett im Auge behalten, denn Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren können zur Entstehung von Herz- Kreislauferkrankungen beitragen. Transfettsäuren sind vor allem in Back-, Brat- und Frittierfetten sowie daraus hergestellten Produkten zu finden. …
Bild: Transfettsäurefreie Herstellung von SiedegebäckenBild: Transfettsäurefreie Herstellung von Siedegebäcken
Transfettsäurefreie Herstellung von Siedegebäcken
… bieten ihren Kunden einen besonderen ernährungsbewußten und cholesterinfreien Genuss. Neben Fast Food sind vor allem diese Backwaren mit Transfetten hoch belastet. Die Schädlichkeit von Transfettsäuren wurde in letzter Zeit oft diskutiert und es gibt genügend Studien, die belegen, dass Transfette noch ungesünder sind als bisher angenommen wurde. Der …
Bild: Ernährungsrevolution: Ratgeber Moderne Ernährungsmärchen deckt Lügen der Industrie aufBild: Ernährungsrevolution: Ratgeber Moderne Ernährungsmärchen deckt Lügen der Industrie auf
Ernährungsrevolution: Ratgeber Moderne Ernährungsmärchen deckt Lügen der Industrie auf
… der Krieg der Butter- und Margarine-Lobby leicht nachzuvollziehen. Interessant ist diesbezüglich beispielsweise, dass die Margarine schlecht sein soll, weil sie angeblich Transfettsäuren enthält. Die Autoren klären auf, dass erstens die Diät- und Reformmargarine transfettsäurefrei ist und außerdem Butter reichlich Transfettsäuren enthält. Insgesamt stellt …
Sie lesen gerade: Transfettsäuren – hart, aber nicht herzlich