(openPR) Echtpelze demnächst ein Relikt aus der Vergangenheit?
Frankfurt • Mit Freude wird von Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern zur Kenntnis genommen, dass nun auch ESCADA Luxemburg ab sofort keine Pelze im Sortiment führen wird. Bereits vor gut einem Monat hat auch ESCADA Belgien bekannt gegeben, diese ethisch bedenkliche Mode nicht mehr zu verkaufen. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main (TIRM) sieht darin eine konsequente Fortsetzung des Sterbens der Pelzindustrie.
Am 14. März 2009 fand in Frankfurt eine der größten Tierrechts-Demonstrationen statt – gegen die Fur&Fashion Market Days. Über 900 Protestierende setzten kraftvoll ein Zeichen gegen die Tierausbeutung in der Pelzindustrie. Kampagnen gegen pelzverkaufende Unternehmen sind ausdauernd und die Aktivisten und Aktivistinnen behalten den längeren Atem. So konnten in den letzten Jahren viele Erfolge gefeiert werden – letztendlich gab auch Peek&Cloppenburg ein Ende der Pelz-Ära bekannt - nach über vierjährigen Protesten mit mehr als 1.000 Aktionen deutschlandweit. Inzwischen ist jede in Deutschland ansässige bedeutende Kaufhauskette echtpelzfrei. Nun geht es den so genannten Luxusunternehmen an den verpelzten Kragen. Eines der momentanen Ziele der Tierrechtsbewegung ist ESCADA und deren Tochterunternehmen BiBA, apriori, cavita und Laurèl.
Mit regelmäßigen Informationsständen vor den Verkaufsstellen sowie kreativen Aktionen, z.B. so genannten Die-Ins, wo sich massenhaft Protestierende wie sterbend auf die Demostrecke legen, wird immer wieder in die Öffentlichkeit getragen, wie grausam die Pelzindustrie mit fühlenden Individuen, den so genannten Pelztieren, umgeht.
»Eine todbringende Industrie ist nun selbst endlich am Ende«, behauptet Viola Kaesmacher von der TIRM (TierrechtsInitiative Rhein-Main), »allein das Ende der ehemals weltgrößten Pelzmesse Fur&Fashion in Frankfurt und Flucht nach Mailand mit Zusammenschluss mehrerer Messen zeigt, dass es nicht mehr genug Nachfrage nach diesen Tierqualprodukten in einem zivilisierten Land gibt. Und das ist gut so - Willkommen im 21. Jahrhundert!«
Inzwischen dürfte es den Unternehmen auch nicht mehr allzu schwer fallen, aus dem Echtpelzhandel auszusteigen: Erstens wird es innerhalb der EU immer schwieriger werden, Felle bestimmter Tierarten zu verkaufen (Hunde-, Katzen-, Robbenfell) und zweitens schwinden die Konzessionsflächen dahin – da ja bereits die großen Kaufhausketten keine Pelze mehr verkaufen.
Selbst wenn die aus ganz Europa anreisenden Tierrechtler und Tierrechtlerinnen in Luxemburg nun ihre „Anti-ESCADA“-Schilder umsonst dabei haben und während der Demonstration am 4. April (www.saveanimals.lu) nun nicht in die Höhe halten, wird es nach wie vor ungebremste Proteste gegen die Pelzindustrie geben.
Insbesondere in Deutschland vor allem gegen ESCADA. Auch wenn immer wieder Franchise-Unternehmer, die ihr Sortiment selbst zusammenstellen können, „Frieden“ mit den Protestierenden suchen, wird die deutsche Kampagne weiterhin auf Hochtouren laufen, bis die ESCADA Group kompromisslos echtpelzfrei sein wird.











