(openPR) Ulm. Von Kopf- und Rückenschmerzen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen betroffen. Die Leistungsfähigkeit in der Schule und im Beruf ist durch die Beschwerden signifikant eingeschränkt. Sehr oft hängen diese Probleme mit Kieferproblemen zusammen. Deshalb dürfen die Beschwerden nicht isoliert betrachtet werden, so Wissenschaftler auf einer Fachtagung, veranstaltet vom Wissenschaftsverlag-Ulm.
Bereits bis zu 40 Prozent der Klein- und Grundschulkinder klagen über Kopf- und Rückenschmerzen, so eine Studie der Techniker Kranken Kasse. Rückenschmerzen haben nach einer Untersuchung der Krankenkasse DAK etwa 60 Prozent der versicherten Erwachsenen.
Schmerzen sind immer ein Hilfeschrei des Körpers und müssen Ernst genommen werden, so der Orthopäde und Sportmediziner Dr. med. Rüdiger Mast aus Friedrichshafen. Es macht keinen Sinn Rückenschmerzen isoliert zu behandeln, sondern es muss im Vorfeld einer ärztlichen Therapie eine ganzheitliche Funktionsanalyse durchgeführt werden. Hierzu gehören unter anderem die Vermessung der Wirbelsäule, des Beckens, der Beinstellungen und der Füße. Aufgrund dieser Befunde und der Schmerzproblematik wird dann gegebenenfalls ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie hinzugezogen.
Wie effektiv sich diese interdisziplinäre Zusammenarbeit für den Patienten auswirkt, berichtet die Kieferorthopädin Dr. med. dent. Dorothea Laupheimer aus Laupheim. Häufig haben die Patienten über Jahre hinweg Kopf- oder Rückenbeschwerden, deren Ursachen nicht gefunden werden. Die Kieferorthopädin: „Wenn der Biss nicht stimmt, dann stimmt die Wirbelsäule oft auch nicht.“ Veränderungen des Kiefers können Wirbelsäulenbeschwerden und Kopfschmerzen auslösen, die durch spezielle kieferorthopädische Maßnahmen gelindert oder beseitigt werden können.
Weitere Beschwerden, wie Tinnitus und Schwindel hängen oft mit Kieferfehlstellungen zusammen.
Mit Hilfe einer Aufbißschiene, Kieferkorrekturen und spezieller manueller Therapien können die anatomischen Fehler häufig korrigiert werden. Die Ergebnisse sind oft verblüffend. Signifikante Verbesserungen der Beschwerden treten oft schon nach wenigen Behandlungen auf. Chronische Schmerzzustände des Rückens sowie Kopfschmerzen können so oft beseitigt werden.
Fehlstellungen des Kiefers oder eine Asymmetrie des Gesichtsschädels können sich auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken und Kopf- sowie Rückenschmerzen verursachen.
Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Kieferorthopäden sollte erheblich verbessert werden, fordert der Mediziner Wolfgang Gerz aus München. Das Kiefergelenk ist das wichtigste Gelenk des Köpers betont der Arzt und Fachbuchautor.





