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Gefürchtete Volkskrankheit "Osteoporose"

23.03.200908:08 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Gefürchtete Volkskrankheit "Osteoporose"
(C) Copyright, fotolia.de
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(openPR) Interview mit Dr. med. KRAUSE, Wirbelsäuleninstitut München

rueckenwissen.de - die informative Plattform mit Tipps und Informationen rundum die Rückengesundheit hat den anerkannten - durch Funk und TV bekannten Wirbelsäulenspezialisten Dr. Peter Krause, München zum immer mehr verbreiteteten Leiden "Osteoporose" befragt.



Frage: Was ist Osteoporose?
Dr. Peter KRAUSE: Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Stoffwechselerkrankung des Skeletts, bei der sich die Knochenmasse verringert und die Knochenstruktur porös wird. Die Folge: Die Knochen brechen leichter.

Frage: Wie viele Menschen leiden an dieser Erkrankung?
Dr. Peter KRAUSE: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Osteoporose zu den zehn häufigsten Krankheiten der Welt. In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Knochenschwund; mehr als zwei Drittel sind Frauen nach den Wechseljahren. Die Tendenz ist steigend.

Frage: Was sind die Ursachen für eine Osteoporose?
Dr. Peter KRAUSE: Osteoporose hat verschiedene Ursachen. So spielen das Alter und der familiäre Hintergrund eine große Rolle: Sind z.B. bei anderen Familienmitgliedern Knochenbrüche aufgetreten, die auf eine Osteoporose zurückgehen, steigt das eigene Risiko. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede – bei Frauen ist die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, grundsätzlich höher. Für beide Geschlechter gilt, dass neben einer kalziumarmen, phosphatreichen Ernährung und zu wenig Bewegung auch Untergewicht, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie die langfristige Einnahme verschiedener Medikamente die Osteoporose begünstigen können.

Frage: Und was sind die Folgen?
Dr. Peter KRAUSE: Gerade für ältere Menschen bedeuten osteoporotisch bedingte Knochenbrüche eine große Belastung: Sie haben Schmerzen und werden bettlägerig. Im fortgeschrittenen Stadium leiden die Patienten ständig unter Rückenschmerzen. Sie werden kleiner, der Rücken krümmt sich. Wird Osteoporose nicht behandelt, führt sie häufig zur Pflegebedürftigkeit.

Frage: Worauf kommt es bei der Osteoporose-Behandlung an?
Dr. Peter KRAUSE: Wichtig ist eine umfangreiche Aufklärung des Patienten. Ihm muss die Bedeutung der drei Säulen der Therapie vermittelt werden: nämlich das Zusammenspiel aus einer spezifischen medikamentösen Therapie, körperlicher Aktivität und einer ausreichenden, kalzium- und Vitamin D-reichen Ernährung. Außerdem halte ich es für wichtig, dass dem Patienten Kraft- und Koordinationsübungen in der Praxis gezeigt werden, die er dann zuhause allein durchführen kann.

Frage: Welche Medikamente werden gegen Osteoporose eingesetzt?
Dr. Peter KRAUSE: Für eine erfolgreiche Therapie sind Medikamente wichtig, die den verstärkten Knochenabbau aufhalten und damit den Knochenaufbau und -abbau wieder ins Gleichgewicht bringen. Zu den am häufigsten eingesetzten Wirkstoffen gehören die so genannten Bisphosphonate. Bei Tabletten sind oftmals komplizierte Einnahmebedingungen zu beachten. Deshalb bieten wir unseren Patienten eine Alternative zu Tabletten: eine einmal im Jahr verabreichte Kurzinfusion mit Zoledronsäure (Jahresgabe), welche die Knochen wirksam vor Brüchen schützt. Die Behandlung dauert rund 15 Minuten und dann müssen die Patienten sich ein ganzes Jahr lang nicht um ihre medikamentöse Behandlung kümmern.

Frage: Wie kann man Osteoporose vorbeugen?
Dr. Peter KRAUSE: Schon im Kindes- und Jugendalter kann eine knochengesunde Lebensweise der Entwicklung einer Osteoporose vorbeugen helfen. Je mehr Knochenmasse ein Mensch in jungen Jahren aufbaut, desto geringer ist das Risiko, später an Osteoporose zu erkranken. Bis zum Alter von ungefähr 30 Jahren hat man die Möglichkeit, mit der richtigen Ernährung und körperlicher Aktivität die maximale Knochendichte zu erreichen. Regelmäßige Bewegung und eine ausreichende kalziumreiche Ernährung sollten das ganze Leben lang beachtet werden.

Frage: Was versteht man unter einer knochengesunden Lebensweise?
Dr. Peter KRAUSE: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass körperliche Aktivität und eine knochengesunde Ernährung die Knochen stärken. Geeignete Sportarten sind solche, bei denen das Körpergewicht auf den Knochen lastet (z.B. Wandern). Bei der Ernährung geht es nicht nur darum, dass ausreichend Kalzium (z.B. in Milchprodukten, bestimmten Käsesorten und kalziumreichen Mineralwasser-Sorten) und Vitamin D (z.B. in Seefisch wie Lachs) aufgenommen werden. Vielmehr müssen auch phosphatreiche Lebensmittel wie z.B. Cola und Fertiggerichte eingeschränkt werden. Außerdem sollte jeder Osteoporose-Patient ausreichend essen. Das trifft besonders auf ältere Menschen zu, um Untergewicht – ein wesentlicher Risikofaktor für Osteoporose – zu vermeiden.

Wir danken Herrn Dr. Krause für dieses Gespräch.

Herr Dr. Peter Krause ist Leiter des Wirbelsäulen-Instituts München.
Das Wirbelsäulen-Institut München hat es sich zur speziellen Aufgabe gemacht, seinen Patienten ein großes Spektrum der modernen Wirbelsäulentherapie und -chirurgie anzubieten. Durch gute Kontakte zu Forschung und Industrie hat es zudem die Möglichkeit immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein und verschiedene innovative Operationstechniken exklusiv anzubieten.

Kontakt Dr. Peter Krause:
Wirbelsäulen - Institut München
Orthopädische Praxis für Wirbelsäulenerkrankungen
Dr. med. Peter Krause
Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin, Chirotherapie • Naturheilverfahren
Rosenkavalierplatz 15 / 3. Stock, 81925 München
T + 49 (0)89 - 890 43 34 -10, F + 49 (0)89 - 890 43 34 - 33
www.wi-muenchen.de

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