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Die „Rassismus-Keule“

20.03.200913:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die „taz“ griff in ihrer Online-Ausgabe vom 15. März 2009 unter dem Titel „Der menschliche Makel“ ein Problem auf, dass sich immer häufiger in Deutschland beobachten lässt. Es geht in dem Beitrag um die Verwendung des Rassismusbegriffs durch muslimische Organisationen in Deutschland, um damit eigene Interessen durchzusetzen. Über den Inhalt und die Ausrichtung des Artikels mag sich Dr. Mohammad Heidari, Gründer der interkulturellen Bildungsinitiative Pro Dialog Köln UG und interkultureller Konfliktberater, nicht äußern.



Allerdings stellten die Trainer und Referenten um Dr. Heidari fest, dass während Seminaren, Trainings und Workshops die Teilnehmer immer wieder von der „Rassismus-Keule“ berichteten. Erst jüngst bei interkulturellen Sensibilisierungskursen nach dem WaiK®-Konzept in Dortmund, berichteten verzweifelte Bibliotheksangestellte von dem Rassismus-Vorwurf. Ratsuchend wandten sich die Angestellten der Öffentlichen Verwaltung an die Trainer und schilderten ihre Erlebnisse. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die Angestellten der Verwaltung, die täglich Kontakt mit Kunden mit Zuwanderungshintergrund haben, mit dem Rassismusvorwurf konfrontiert werden. Vor allem wenn es darum geht, komplizierte Verwaltungsvorschriften und –vorgänge sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen bei Verstößen – etwa eine Mahngebühr bei Abgabe eines Buches über die Ausleihfrist – zu erklären und die Sanktionen durchzusetzen.

Niemand lässt sich gern als Rassist beschimpfen. Vor allem die Kollektiverlebnisse aus dem vergangenen Jahrhundert sitzen noch tief verwurzelt im Bewusstsein vieler Deutscher. Die meisten reagieren entsprechend mit Ohnmacht, Scham und Verzweiflung, wenn sie mit der „Rassismus-Keule“ getroffen werden. Dabei versuchen sie lediglich Vorschriften durchzusetzen, für deren Erstellung sie in der Regel persönlich nicht verantwortlich sind. Die Frustration bei den Angestellten ist entsprechend groß.

Das von Pro Dialog Köln UG entwickelte WaiK®-Konzept – Wege aus der interkulturellen Konfrontation – setzt an diesem Punkt des interkulturellen Konflikts an. Durch die Trainings-Angebote nach dem WaiK®-Prinzip werden die Teilnehmer für interkulturelle Missverständnisse und Konflikte sensibilisiert. Dabei wird das „Fremde“ erklärbar gemacht, um so der Bildung oder der Zementierung von Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern vorzubeugen. Die Teilnehmer sollen ihre Fähigkeiten entwickeln und ausbauen, um konkurrierende Denk- und Handlungsweisen nicht zu meiden. Sie sollen mit Ihnen in Kontakt treten und im Diskurs bleiben.

Über die Sensibilisierung hinaus geht das Suchen und Finden von Deeskalations- und konstruktiven Lösungsansatz im Umgang mit interkulturellen Konflikten. Dabei sollen überbrückbare Widersprüche überwunden und unlösbare Konflikte transformiert werden, so dass sie wieder lebbar werden. Dafür sollen die Teilnehmer Fähigkeiten entwickeln, die zur positiven Bündelung und Nutzung von Potentialen einer multiethnischen und multikulturell zusammengesetzten Gruppe sowie zu einer vertrauensvollen produktiven Kooperation führen.

Dr. Heidari möchte mit dem WaiK®-Konzept Menschen motivieren, vor interkulturellen und interethnischen Schwierigkeiten nicht zu resignieren. Im Gegenteil – sie sollen als Chance begriffen werden, die die Menschen in die Lage versetzt mit Differenzen im interkulturellen Kontext umzugehen und ein langfristig produktives und gemeinschaftliches Zusammenleben ermöglichen.

Gegen die „Rassismus-Keule“ als Instrument zur Durchsetzung eigner Interessen, ist bisher kein Kraut gewachsen. Aber im interkulturellen Kontext können die Menschen lernen, besser mit solchen Anschuldigungen umzugehen und die Hintergründe, die hinter dieser verbalen Attacke stehen, zu erforschen und adäquat zu reagieren.

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