(openPR) Mit Rohstoffen Geld verdienen
Der Handel mit den meisten Rohstoffen erfolgt in der Regel in Form von unbedingten Warentermingeschäften, d.h. die Lieferung der Ware erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wobei der Preis bei Abschluss des Geschäfts festgelegt wird. Dies geschieht entweder anhand von Forwards, individuell ausgestattete, bilaterale Verträge zwischen zwei Handelspartnern, oder durch Waren-Termin-Futures (Commodity-Futures), in ihren Bestandteilen standardisierte Verträge.
Letztere werden als Futures-Kontrakte an den Warenterminbörsen in US-Dollar gehandelt, die größten befinden sich in Chicago (Chicago Mercentile Exchange, CME) und in New York (Nymex). Die Laufzeit eines jeden Warentermingeschäfts ist im Voraus festgelegt, variiert aber je nach Kontrakt. Für die meisten Rohstoffe gibt es über mehrere Jahre im Voraus laufende Futures-Kontrakte, die teils monatlich fällig sind und jeweils unabhängig voneinander gehandelt werden können.
Der direkte physische Handel mit Rohstoffen, mit unmittelbarer Zahlung und Lieferung, erfolgt am Spot-Markt zum Spot-Preis (Kassa-Preis). Dieser Handel ist für den Anleger von weniger Interesse, da der Erwerb und die effektive Lieferung sowie Lagerung im Normalfall durchaus Probleme darstellen können, außer ggf. in Form von Edelmetall-Barren oder –Münzen.
…und ihr Rolleffekt…
Für den Anleger sind diese Konstellation äußerst relevant, da sich z.B. während einer Contango Situation das Zertifikat nach dem Rollen auf weniger Einheiten des zugrunde liegenden Rohstoffs bezieht und so ein Rollverlust entsteht. Der Rollverlust hat vorerst zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf den Wert des Zertifikats, dafür aber auf die Partizipation an der Wertentwicklung des Rohstoffs.
Da sich der Kassa-Preis eines Rohstoffs und der Kurs des Futures zu dessen Laufzeitende angleichen, wird ein erwarteter Kursanstieg des Rohstoffs (also weiterer Anstieg des Spot-/Kassa-Preises) bereits im Future eingepreist. Durch die Anpassung des Bezugsverhältnisses beim Rollen partizipiert ein Zertifikate-Anleger nur geringer an einer Kurssteigerung, sofern sie denn auch eintritt. Tritt die erwartete Kursteigerung bis zum darauf folgenden Rolltermin aber nicht oder in einem geringeren Umfang ein, erleidet der Anleger einen tatsächlichen Verlust mit seinem Produkt, obwohl sich der Rohstoff selbst ggf. verteuert hat…
Lesen Sie den vollständigen Artikel im aktuellen Newsletter unter:
http://www.lrt-finanzresearch.de
Copyright (c) LRT Finanz-Research OHG










