(openPR) Geradezu Festspielcharakter haben die Produktionen der Oper Leipzig von April bis Juni. Denn am Leipziger Opernhaus singen und dirigieren dann Künstler, die sonst nur an den ganz großen Bühnen der Welt zu erleben sind.
Der Auftakt dieses Star-Reigens ist ab dem 4. April mit Wagners „Parsifal“ zu erleben. Ulf Schirmer kehrt dann – fast auf den Tag genau drei Jahre nach seinem Dirigat der Leipziger Premiere von Wagners Bühnenweihspiel – an das Pult des Gewandhausorchesters Leipzig zurück. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Ulf Schirmer künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters und ist als Operndirigent an der Dresdner Semperoper, der Deutschen Oper Berlin und vor allem der Wiener Staatsoper sowie bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen regelmäßiger Gast.
Aber nicht nur Wagners „Parsifal“ ist hervorragend besetzt, sondern auch „Der Fliegende Holländer“, der nochmals am 16. und 24. April sowie am 31. Mai zu sehen ist. Nach Wolfgang Brendel übernimmt nun der nicht minder herausragende Evgeny Nikitin die Titelpartie. Mit seinem Engagement am Mariinskij Theater begann die Weltkarriere des Bassbaritons, der heute sowohl an der New Yorker MET als auch an der Pariser Opéra Bastille und der Bayerischen Staatsoper München zu hören ist.
Mit Anja Silja kommt dann ab dem 17. April eine der faszinierendsten und weltbekanntesten Sängerdarstellerinnen des Musiktheaters an die Oper Leipzig. Durch Wieland Wagner kam sie früh nach Bayreuth und machte danach eine Weltkarriere mit den großen Frauenrollen von Wagner, Strauss und Janácek. Heute ist sie noch immer eine der großen Interpretinnen gebrochener Frauencharaktere auf der internationalen Opernbühne, was sie hier in Leipzig mit einer ihrer Paraderollen, der Frau in Schönbergs „Erwartung“ zeigen wird, die sie u.a. auch mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin beim Lucerne Festival und an der Staatsoper unter den Linden gesungen hat.
In der letzten Vorstellung von Schönbergs „Erwartung“ im Rahmen der Schönberg-Trilogie „Moderne Menschen“ am 17.5. ist dann nochmals Starsopranistin Deborah Polaski zu hören, die ebenfalls als Brünnhilde in Bayreuth Musikgeschichte geschrieben hat und weltweit von New York über Berlin, Hamburg bis München mit allen großen dramatischen Sopranpartien gastiert. Ihr Debüt vor einem Jahr als Frau in „Erwartung“ an der Oper Leipzig wurde geradezu frenetisch als „Glücksfall“ von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert.
Eine ideale Besetzung ist auch Bariton Dietrich Henschel, der ab dem 9. Mai in der Inszenierung von Peter Konwitschny der Bach-Kantate „Ich habe genug“ BWV 82 zu erleben sein wird. Der Bariton, der u.a. mit seiner Interpretation des Don Giovanni an der Komischen Oper Berlin den Opernfreunden ein Begriff ist, singt heute u.a. an den großen Opernhäusern in Paris, Brüssel, Zürich, Madrid und München sowie bei den Festspielen in Luzern, Florenz, Aix-en-Provence und Salzburg.
Nur einen Tag später, am 10. Mai, singt dann eine der weltbesten Tenöre seiner Generation den Don José in der Neuinszenierung der Oper Leipzig von Bizets „Carmen“ – Neil Shicoff. Seine Auftritte an den weltführenden Opernhäusern von der MET über die Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, der Royal Opera Covent Garden oder der Bayerischen Staatsoper München sind für alle Opernfreunde ein absoluter Höhepunkt. Ob als Cavaradossi oder Don José, ob als Hoffmann oder Lenski, ob als Werther oder Ernani - Neil Shicoff macht jede dieser Partien zum Ereignis, weil er wie kaum ein anderer Sänger die jeweiligen Charaktere bis in ihre verborgensten Schichten hinab auslotet.
Opernfreunde sollten also ganz schnell Karten für alle diese musiktheatralischen Ereignisse an der Oper Leipzig besorgen!
















