(openPR) Ladakh in Indien ist eine Alternative
Wer eine Reise nach Tibet geplant hat, steht vor einem Problem. Seit den Unruhen im März 2008 war die Einreise für ausländische Touristen nach Tibet zunächst überhaupt nicht und dann nur eingeschränkt möglich. Nun hat die chinesische Regierung Tibet für den März komplett gesperrt. Es lässt sich nur schwer vorhersagen, wann eine Reise nach Tibet für Ausländer wieder uneingeschränkt möglich ist. Wer jedoch trotzdem die tibetische Kultur hautnah erleben möchte, für den gibt es eine Alternative. Eine Reise nach Indien, nach Ladakh. In dem Buch „Ladakh - Trekking im indischen Himalaya“ beschreiben die Autoren Markus Borr und seine Frau Heike Hoppstädter-Borr eine Reise durch das tibetischste Gebiet außerhalb von Tibet.
In Indien, im Westen des Himalayas, liegt auf durchschnittlich 3.500 m Höhe Ladakh. Dieser Distrikt gehört zu den Bundesstaaten Jammu und Kaschmir und zählt zu den höchst gelegensten und bevölkerungsärmsten Regionen Indiens. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit zählt es heute zu einer der letzten funktionierenden Kulturen des tibetischen Buddhismus. Schon im 11. Jahrhundert war Ladakh ein buddhistisches Königreich. Obwohl es heute zu dem hinduistisch geprägten Indien gehört, ist der Buddhismus immer noch die Hauptreligion. Im Gegensatz zu Tibet wurde hier der tibetische Buddhismus nicht unterdrückt und ist heute allgegenwärtig. Besonders interessant sind die vielen alten Klosteranlagen, welche für Touristen offen zugänglich sind. Ein Highlight sind die farbenfrohen Klosterfeste mit ihren berühmten Maskentänzen. Das bekannteste Fest, bei dem Pilger aus dem ganzen Industal anreisen, wird im Kloster von Hemis gefeiert. In diesem Jahr findet es Anfang Juli statt. Ausländische Besucher sind gerne gesehen, und werden von dem Einheimischen mit einem freundlichen „Juley“ begrüßt.
Ladakh bedeutet so viel wie „Land der hohen Pässe“. Der Name spricht für sich, denn das ehemalige Königreich liegt tief im indischen Himalaja und ist nur über 5.000 m hohe abenteuerliche Passstraßen oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Selbst die tiefsten Täler liegen noch mehr als dreitausend Meter über dem Meer. Die höchsten Berge dieser Region erreichen siebentausend Meter. Die Landschaft ist geprägt durch extreme Trockenheit und vegetationslose Hochgebirgssteppen. Einzig die Schmelzwasser der Gletscher sowie der Fluss Indus bilden die Lebensadern in diesem rauen Land.
Von der Sightseeingtour oder einer leichten Wanderung, bis hin zu einer anspruchsvollen Trekkingtour mit Überquerung von mehr als 5000 Meter hohen Pässen, kann der Tourist alles erleben. Entweder bucht man eine fertige Tour bei einem der großen Anbieter in der Kleingruppe, oder reist individuell, um das Land noch intensiver zu erleben.
Die beiden Autoren begeisterten sich schon früh für Reisen und Abenteuer in fernen Ländern. Bei all ihren Reisen stehen vor allem die Menschen und die Kulturen mit ihren Besonderheiten im Mittelpunkt. Vor allem das Reisen abseits der Touristenpfade ist es, was ihnen besonders gefällt und was den Reiz ihrer Reisen ausmacht. Nicht die Extreme sind gefragt sondern der Kontakt zu den Menschen und ihrer unterschiedlichen Kultur. Das Buch bietet eine gute Einführung in Land und Leute und beschreibt dem Leser auf lockere Art, was den Leser in Ladakh erwartet.
"Ladakh - Trekking im indischen Himalaya" von Markus Borr und Heike Hoppstädter-Borr. Broschiert: 96 Seiten; 12 Fotos Verlag: BoD; ISBN: 978-3833498459 Preis: 12,50 Euro











