(openPR) Im Februar informierte das Bundesumweltministerium die Öffentlichkeit über Lieferungen von 150 t Stahl aus Indien, die mit radioaktivem Kobalt 60 kontaminiert waren. Seitdem bemühen sich das Ministerium und Wirtschaftsverbände um eine Empfehlung für den Umgang mit solch unerwarteter Strahlung. Im Oktober 2008 zwang ein solcher Vorfall einen mittelständischen Produzenten in Frankreich zu einer einwöchigen Betriebsschließung. Hierüber wurde weltweit berichtet. Thomas Teichmann von der Schmitz & Teichmann Betriebsberatung untersuchte den Vorfall in Frankreich und weist KMUs auf die Notwendigkeit, sich gegen solche Störungen durch Notfallmanagement zu schützen. Am 26. März 2009 wird er auf dem NIFIS Forum für angewandte Informationssicherheit in Frankfurt am Main seine Analyse vorstellen.
Als am 6. Oktober 2008 spät die Behörden an der Grenze von Mexiko in die USA zwei Lkw anhielten, von denen unangemeldet Gammastrahlen ausgingen, war es zu spät. Da waren die vornehm blinkenden Drücker für Aufzüge bereits in die Bedienelemente eingebaut. Der Aufzugbauer musste die Lieferung stoppen. Er verhängte sofort einen Abnahmestopp gegen die Firma Mafélec, den Lieferanten der Aufzugknöpfe. Mafélec ist ein modernes mittelständisches Unternehmen im unteren Tal der Isère, und hatte noch nie mit Radioaktivität zu tun. Und nun musste sich die Geschäftsführung fragen, ob es eine Strahlenquelle in der Produktion gab. Die Notdienste wurden gerufen, die Feuerwehr kam mit mehreren Zügen und ABC-Spezialisten, dann trafen Experten der Atomaufsicht ASN und des Strahlenschutzes IRSN ein. Die machten dann erst mal Alles zu. Betriebsstillstand. Für eine Woche. Und der wichtigste Kunde betroffen.
Eine genaue Analyse des Verlaufs, von den ersten unsicheren Anzeichen bis zur Betriebsschließung zeigt, dass ein Notfallmanagement eine große Hilfe gewesen wäre, diese existentielle Krise zu meistern. Die Analyse zeigt aber auch die Stärke gerade eines kleineren Unternehmens: Die Belegschaft, von der Montage bis zur gesamten Geschäftsleitung, bewältigte alle Schwierigkeiten in einem beispiellosen Kraftakt, und rettete so das Unternehmen und die Arbeitsplätze. Dieses Engagement und die Flexibilität sind so typisch für kleine und mittlere Unternehmen.
Aber es war knapp. Deshalb lautet eine Lehre: Gerade diese engagierten Mitarbeiter sollten durch eine geeignetes Notfallmanagement gestärkt werden.
Fragen zum Vorfall bei Mafélec und zum Notfallmanagement in KMU beantwortet Herr Thomas Teichmann:











